MicroPython fuehrt main.py nach jedem Reset selbst aus -- nach Stromausfall oder
Watchdog-Neustart laeuft die Anzeige damit ohne Notebook wieder an. Bisher gab es
die Datei bewusst nicht, weil am Aufbau gearbeitet wurde.
**Das Abbruchfenster ist kein Komfort, sondern die Notbremse.** Ohne es waere ein
Geraet, dessen Programm beim Start haengt, nur noch durch Neuflashen erreichbar:
Die Endlosschleife belegt die REPL sofort nach dem Reset. main.py wartet deshalb
erst AUTOSTART_DELAY (3 s), in denen Ctrl-C zurueck an die REPL fuehrt -- dann
laeuft auch kein Watchdog.
Watchdog (WDT_TIMEOUT = 120 s): startet das Geraet neu, wenn die Poll-Schleife
stehenbleibt. Gefuettert wird zu Beginn *jedes* Durchlaufs, auch nach einem
Fehler -- "KEIN LINK" ist kein Stillstand, die Schleife laeuft ja weiter. Der
Wert muss ueber allem liegen, was regulaer blockieren darf (WLAN 20 s,
Montierung 3 s, dazu ein MQTT-Versuch); knapper waere er eine Neustart-Schleife.
Ein gestarteter Watchdog laesst sich nicht mehr abschalten. Deshalb legt ihn nur
main.py an -- im Handbetrieb ueber die REPL startete das Geraet sonst neu,
waehrend man nachdenkt.
Weiteres:
- Nach einem Watchdog-Neustart meldet main.py das beim Start
(machine.reset_cause()), sonst saehe er aus wie ein Stromausfall.
- Eine Ausnahme faengt main.py ab und startet nach RESTART_DELAY (10 s) neu,
statt in die REPL zu fallen und die Anzeige einzufrieren. Die Pause verhindert
eine Neustart-Schleife im Sekundentakt.
- Autostart faehrt mit Helligkeitsregelung (with_ldr=True, Nutzerentscheidung).
Am Geraet bestaetigt: Autostart nach Reset laeuft durch (Watchdog aktiv, WLAN,
MQTT), ein absichtlich herbeigefuehrter Stillstand loest den Watchdog aus und das
Geraet kommt von allein wieder hoch -- mit der Meldung "Vorheriger Lauf wurde vom
Watchdog beendet". Ctrl-C im Startfenster gibt die REPL frei.
Beim Geraetetest aufgefallen: make_watchdog wurde ohne log aufgerufen, im
Startprotokoll stand also nichts vom Watchdog. Behoben und durch einen Test
festgehalten. 178 Tests gruen (neu: test_main.py).
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Die GM4000 liefert im Auslieferzustand keine Sekunden, sondern Zehntelminuten.
Bisher wurde daraus eine Sekundenanzeige gerechnet -- die sprang in
6-Sekunden-Schritten, weil die Rohdaten sie gar nicht hergeben. Die Zehntelform
ist ehrlicher und kuerzer, und der gewonnene Platz traegt die Beschriftung:
RA 18h36.9m
DE +38°47'
Bei Hochpraezision entfaellt die Beschriftung, dort braucht die Deklination mit
+38°47'01" alle Zellen.
Der Mock konnte das gar nicht nachstellen -- er sendete immer das
Hochpraezisionsformat. Neu: "mount_mock.py --low" bildet den Auslieferzustand ab
(RA als HH:MM.T, DEC ohne Bogensekunden). Vorgabe bleibt hoch, damit die
bestehenden Tests mit ihren festen Erwartungen unveraendert durchlaufen.
Zur Darstellung, alles am Geraet ausprobiert:
- **Schmale Zeichen** (config.CELL_NARROW): Dezimalpunkt und der Abstand
zwischen Beschriftung und Wert bekommen 3 statt 6 px -- in der Sperrschrift
standen sie sonst sehr luftig. Fuer die Leerzeichen am Zeilenende gilt das
nicht, die sollen den Rest der Zeile ueberschreiben.
- Damit entscheidet die **Pixelbreite** ueber das Abschneiden, nicht mehr die
Zeichenzahl: "RA 18h36.9m" sind 11 Zeichen und trotzdem nur 60 px.
- **Linksbuendig ab LINE_X = 0**, der Schalter zum Zentrieren ist entfallen.
Zentriert standen die Zeilen um wenige Pixel gegeneinander versetzt, weil die
RA-Zeile mit ihrem schmalen Punkt kuerzer ist als die DEC-Zeile.
Ein Zwischenschritt, der wieder verworfen wurde und als Warnung im Code steht:
Ein Doppelpunkt als Trenner ("RA:18h36.9m") sah in Zeichensatz 0 zu wuchtig aus;
der aus Zeichensatz 1 ist schlanker, steht aber mitten in der obersten Zeile --
und jeder Zeichensatzwechsel zerstoert die Home-Zelle. Das erste Zeichen danach
noch einmal zu schreiben machte es schlimmer: Das nachgezogene Zeichen bemalt
GLYPH_WIDTH Pixel und frisst die linke Spalte seines rechten Nachbarn. Deshalb
steht in der obersten Zeile jetzt bewusst kein Sonderzeichen.
161 Tests gruen, am Geraet bestaetigt.
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Die RS232-Strecke ESP32 -> MAX3232 -> Anzeige ist am Geraet bestaetigt; damit
war "probe.py pitch" moeglich und hat die offene Zeichenbreiten-Frage geklaert.
Das Ergebnis korrigiert eine Annahme: Bisher stand CHARS_PER_LINE = 9, abgezaehlt
am Zeilenumbruch. Gemessen wurde damit aber der Auto-Vorschub der Sperrschrift
(7 px), nicht die Zeichenbreite. Die Zeichenmatrix ist 6 px breit -- zehn Ziffern,
einzeln auf x = i*6 gesetzt, stehen sauber getrennt nebeneinander.
- display._emit_line positioniert jedes Zeichen selbst, statt den Auto-Vorschub
laufen zu lassen. CHARS_PER_LINE = 10, CELL_WIDTH = 6.
- Die Deklination passt dadurch in voller Form: +38°47'01" statt +38°47'01.
- show_lines sendet ein Telegramm je Zeile. Mit Einzelpositionierung kaemen beide
zusammen auf 224 der erlaubten 230 Bytes -- zu wenig Reserve fuer den
Dauerbetrieb. Die Reihenfolge bleibt unten vor oben (Home-Zelle).
- Zeilen werden zentriert (CENTER_LINES, LINE_X). Der Zeichenblock bleibt dabei
gleich breit und an derselben Stelle, damit keine Reste stehen bleiben.
- probe.py kommt mit aufs Geraet: Die Anzeige haengt jetzt am ESP32, nur von dort
laesst sich die Geometrie noch ausmessen.
Die Tests pruefen nicht mehr auf zusammenhaengenden Text im Telegramm -- den gibt
es nicht mehr -- sondern rechnen ueber die Cursor-Sequenzen zurueck, was wirklich
auf welcher Zelle landet. 97 Tests gruen, Kette am Geraet im Sekundentakt bestaetigt.
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Die Kette laeuft auf dem Geraet gegen den Mock auf dem Mac. Getestet mit
MicroPython 1.28.0 (ESP32_GENERIC_C3): alle Module importieren, Telegrammbau
und Koordinaten-Formatierung sind byte-identisch zum Mac (inkl. Gradzeichen),
Poll-Schleife 22 Abfragen in 20 s ohne Aussetzer, Ausfall und Reconnect
verhalten sich wie vorgesehen. Offen bleibt allein die RS232-Strecke zur
Anzeige -- der Steckbrettaufbau mit MAX3232 fehlt noch.
Gemeinsamer Kern statt zweier Programme:
- displayloop.py: die Poll-Schleife, herausgeloest aus run_display. Mac und
ESP32 fahren jetzt denselben Ablauf; drumherum liegt nur die Kommandozeile
(run_display.py) bzw. das WLAN-Setup (run_esp32.py).
- ticks.py: Timeouts fuer beide Plattformen. time.ticks_ms() laeuft nach ~12
Tagen ueber; das bisherige "jetzt + Timeout" haette eine Warteschleife
danach tagelang haengen lassen. Jetzt ueber ticks_diff.
- wifi.py, run_esp32.py, wifi_config.py (gitignored, Vorlage dabei), deploy.sh.
Pinbelegung aus dem KiCad-Schaltplan uebernommen, nicht geraten: UART1 mit
TX=GPIO21 (Pad 7/D6) und RX=GPIO20 (Pad 8/D7) ueber den MAX3232, LDR an
GPIO2 (Pad 1/A0). UART0 bleibt die REPL.
LDR-Kennlinie ist auf der Platine umgekehrt: der Teiler lautet
3V3-[2k]-A0-[LDR]-GND, die Spannung faellt also mit steigender Helligkeit --
andersherum als beim MSP430, auf den die Schwellen zugeschnitten sind. Wird
im Code gespiegelt (config.LDR_INVERTED, brightness.raw_to_ldr). Die
Schwellen selbst muessen am realen Aufbau noch nachgemessen werden.
Am Geraet gefundene Fehler, die den Attrappen-Tests entgehen mussten, weil
CPython sie nicht hat:
- MicroPython kennt kein str.ljust (auch kein rjust/center/zfill).
display._emit_line fuellt von Hand auf.
- NOLINK_LINES hatte 10 Zeichen bei 9 Zeichen Zeilenbreite und erschien als
"MONTIERUN". Jetzt "KEIN LINK"/"TELESKOP".
Dagegen: TestMicropythonVertraeglichkeit prueft die deployten Dateien statisch
auf solche Methoden und auf modulweites argparse/threading und haelt die
Dateiliste mit deploy.sh synchron; test_display.py prueft die Breite fester
Anzeigetexte.
Weitere Portabilitaet: mount_client nutzt getaddrinfo und eine Sendeschleife
statt sendall (MicroPython laesst dessen Verhalten mit Timeout offen);
argparse in brightness wandert in die Funktion; migra._digits und die
Hex-Ausgabe verlassen sich nicht mehr auf %0*d bzw. bytes.hex(). Beides kann
1.28 zwar doch -- am Geraet nachgeprueft, die Kommentare sagen es jetzt richtig.
Widerspruch in der Dokumentation bereinigt: die Zeichenbreite stand an vier
Stellen als 9 oder 10. Gemessen sind 9; die Erklaerung duerfte sein, dass die
Sperrschrift 7 px pro Zelle braucht (9*7 = 63 von 64 px) und nicht 6, wie es
eine 5x7-Matrix mit 1 px Luecke waere. Nachgeprueft ist das nicht -- dafuer
gibt es jetzt "probe.py pitch", das den Auto-Vorschub gegen feste
Pixelabstaende stellt, statt am Umbruch abzuzaehlen.
mount_mock.py --lan bindet auf 0.0.0.0 und nennt die einzutragende LAN-IP,
damit der ESP32 den Mock erreicht.
92 Tests gruen.
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Die GM4000 laeuft in Niedrigpraezision (keine Sekunden): RA HH:MM.T,
DEC sDD°MM. Anzeige daran angepasst:
- config.HIGH_PRECISION (Vorgabe False) steuert die DEC-Darstellung:
False -> ohne Sekunden (-00°55'), True -> mit Sekunden (+38°47'01)
- RA immer mit Sekunden (11h36m54s); bei Niedrigpraezision aus den
Zehntel-Minuten abgeleitet (6-Sekunden-Schritte), kein Dezimalpunkt
(der wirkt in der Sperrschrift zu luftig)
- coords.format_ra/format_dec nehmen high_precision=
- MOUNT_HOST auf die echte IP (192.168.1.115)
Hinweis: Das 'ß' in der Konsole ist nur der Rohwert (Grad-Byte 0xDF);
auf der Anzeige erscheint korrekt der Gradring.
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- WANT_RESPONSE=True: Anzeige-Antworttelegramm als Handshake, Fehlercode
wird ausgewertet (Rueckweg verifiziert: 02 80 81 80 30 03)
- transport: Empfangspuffer vor jedem Senden leeren, damit read_response
nur die frische Antwort sieht (Stoerbytes zwischen Telegrammen)
- run_display: Anzeige-/Antwortfehler abfangen statt abzustuerzen
- resp_test.py: Pruefwerkzeug fuer den Rueckkanal
- PORT auf /dev/cu.usbserial-120
- .gitignore ergaenzt, __pycache__ aus der Versionierung entfernt
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