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grossanzeige/config.py
T
admin 142a621066 Dauerbetrieb: Autostart (main.py) und Watchdog
MicroPython fuehrt main.py nach jedem Reset selbst aus -- nach Stromausfall oder
Watchdog-Neustart laeuft die Anzeige damit ohne Notebook wieder an. Bisher gab es
die Datei bewusst nicht, weil am Aufbau gearbeitet wurde.

**Das Abbruchfenster ist kein Komfort, sondern die Notbremse.** Ohne es waere ein
Geraet, dessen Programm beim Start haengt, nur noch durch Neuflashen erreichbar:
Die Endlosschleife belegt die REPL sofort nach dem Reset. main.py wartet deshalb
erst AUTOSTART_DELAY (3 s), in denen Ctrl-C zurueck an die REPL fuehrt -- dann
laeuft auch kein Watchdog.

Watchdog (WDT_TIMEOUT = 120 s): startet das Geraet neu, wenn die Poll-Schleife
stehenbleibt. Gefuettert wird zu Beginn *jedes* Durchlaufs, auch nach einem
Fehler -- "KEIN LINK" ist kein Stillstand, die Schleife laeuft ja weiter. Der
Wert muss ueber allem liegen, was regulaer blockieren darf (WLAN 20 s,
Montierung 3 s, dazu ein MQTT-Versuch); knapper waere er eine Neustart-Schleife.

Ein gestarteter Watchdog laesst sich nicht mehr abschalten. Deshalb legt ihn nur
main.py an -- im Handbetrieb ueber die REPL startete das Geraet sonst neu,
waehrend man nachdenkt.

Weiteres:
- Nach einem Watchdog-Neustart meldet main.py das beim Start
  (machine.reset_cause()), sonst saehe er aus wie ein Stromausfall.
- Eine Ausnahme faengt main.py ab und startet nach RESTART_DELAY (10 s) neu,
  statt in die REPL zu fallen und die Anzeige einzufrieren. Die Pause verhindert
  eine Neustart-Schleife im Sekundentakt.
- Autostart faehrt mit Helligkeitsregelung (with_ldr=True, Nutzerentscheidung).

Am Geraet bestaetigt: Autostart nach Reset laeuft durch (Watchdog aktiv, WLAN,
MQTT), ein absichtlich herbeigefuehrter Stillstand loest den Watchdog aus und das
Geraet kommt von allein wieder hoch -- mit der Meldung "Vorheriger Lauf wurde vom
Watchdog beendet". Ctrl-C im Startfenster gibt die REPL frei.

Beim Geraetetest aufgefallen: make_watchdog wurde ohne log aufgerufen, im
Startprotokoll stand also nichts vom Watchdog. Behoben und durch einen Test
festgehalten. 178 Tests gruen (neu: test_main.py).

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-07-27 18:41:33 +02:00

201 lines
9.6 KiB
Python

"""Zentrale Einstellungen fuer die Ansteuerung der Grossanzeige.
Laeuft unveraendert unter CPython (Mac) und MicroPython (XIAO ESP32-C3); was
sich zwischen beiden unterscheidet, haengt an MICROPYTHON.
"""
import sys
import migra
# True auf dem ESP32-C3, False auf dem Mac. Steuert, welchen Transport
# display.open_display waehlt und ob der LDR ueber den ADC gelesen werden kann.
MICROPYTHON = sys.implementation.name == "micropython"
# -- Serielle Schnittstelle -----------------------------------------------
# Auslieferzustand der Anzeige laut Handbuch (Kap. 4.1) und identisch zur
# UART-Init des alten MSP430-Programms: 19200 8E1.
BAUDRATE = 19200
PARITY = "E"
BYTESIZE = 8
STOPBITS = 1
# CPython: Geraetedatei des USB-RS232-Wandlers.
PORT = "/dev/cu.usbserial-120"
# ESP32-C3: UART1 mit frei zugeordneten Pins. Die Nummern stammen aus dem
# Schaltplan (Hardware/KiCad/Grossanzeige) -- am XIAO ist Pad 7 = D6 = GPIO21
# und Pad 8 = D7 = GPIO20. Von dort geht es an den MAX3232:
# GPIO21 (TX) -> T2IN, T2OUT -> J5 Pin 3 -> Anzeige RxD (Sub-D Pin 2)
# GPIO20 (RX) <- R2OUT, R2IN <- J5 Pin 2 <- Anzeige TxD (Sub-D Pin 3)
# UART0 bleibt frei, das ist die REPL-Konsole ueber USB.
UART_ID = 1
UART_TX = 21
UART_RX = 20
# -- Telegramm ------------------------------------------------------------
DISPLAY_ADDR = 1 # Zieladresse der Anzeige (DA = 0x81)
HOST_ADDR = 0 # unsere Quelladresse (SA = 0x80)
USE_CHECKSUM = False # das alte Programm fuhr ohne Pruefsumme
# Antworttelegramm als Flusskontrolle: Rueckweg verdrahtet und verifiziert
# (2026-07-16), Anzeige liefert 02 80 81 80 30 03. Nach Erhalt der Antwort darf
# sofort das naechste Telegramm folgen; der Fehlercode wird ausgewertet.
WANT_RESPONSE = True
RESPONSE_TIMEOUT = 1.0 # Sekunden (nur relevant, wenn WANT_RESPONSE = True)
QUIET_TIME = 0.4 # Pause zwischen Telegrammen, wenn ohne Antwort gefahren wird
# -- Darstellung ----------------------------------------------------------
# Zeichensatz 0, Zeile 1 ab Pixelzeile 0, Zeile 2 ab Pixelzeile 9 (aus dem alten
# C-Programm). Am echten Geraet ausgemessen (2026-07-15):
# CHARSET_SPACED=True -> ESC z (Sperrschrift, alle Zeichen gleich breit) -- vom
# Nutzer bevorzugt, weil sich sonst schmale Ziffern beruehren.
# CHARSET_SPACED=False -> ESC Z (proportional, schmaler, ~11 Zeichen, aber die "1"
# klebt an Nachbarn).
CHARSET = 0
CHARSET_SPACED = True
LINE_Y = (0, 9)
# 6 px pro Zeichenzelle -- mit "probe.py pitch 6" am Geraet gemessen (2026-07-27).
#
# Die Messung stellt den Auto-Vorschub der Anzeige gegen feste Pixelabstaende und
# hat beides zugleich gezeigt:
# - Auto-Vorschub der Sperrschrift ESC z ist 7 px. Eine Zeile aus einem Stueck
# bricht deshalb nach 9 Zeichen um (9*7 = 63 von 64 px). Frueher stand hier
# darum 9 -- das war der Vorschub, nicht die Zellenbreite.
# - Die Zeichenmatrix selbst ist nur 6 px breit: zehn Ziffern, einzeln auf
# x = i*6 gesetzt, stehen sauber und getrennt nebeneinander (60 von 64 px).
#
# Deshalb positioniert display._emit_line jedes Zeichen selbst, statt den
# Auto-Vorschub laufen zu lassen.
CELL_WIDTH = 6 # Pixel pro Zeichenzelle
DISPLAY_WIDTH = 64 # Pixelbreite der Anzeige
# Obergrenze in *Zeichen*. Die harte Grenze ist DISPLAY_WIDTH in Pixeln: Seit
# schmale Zeichen weniger Platz brauchen (CELL_NARROW), haengt die Breite einer
# Zeile davon ab, welche Zeichen darin stehen. 11 gehen nur auf, wenn mindestens
# eines schmal ist -- "RA:18h51.0m" braucht mit seinem Dezimalpunkt 63 der 64 px,
# "DE:+38°47'" waere als 11 volle Zellen dagegen 66 px und damit zu breit.
# display._aufbereiten schneidet deshalb nach Pixeln ab, nicht nach Zeichen.
CHARS_PER_LINE = 11
# Breite, die die Anzeige beim Schreiben eines Zeichens tatsaechlich bemalt --
# mehr als CELL_WIDTH. Daher auch der Auto-Vorschub von 7 px. Wichtig fuer das
# Nachfuehren einzelner Zellen: Ein neu geschriebenes Zeichen loescht die erste
# Pixelspalte seines rechten Nachbarn, der muss also mitgeschrieben werden
# (siehe display._zelle_faellig).
GLYPH_WIDTH = 7
# Zeichen, die weniger Platz brauchen als eine volle Zelle -- in der Sperrschrift
# stehen sie sonst sehr luftig zwischen den Ziffern. Je 3 px am Geraet
# ausprobiert (2026-07-27); weil jedes Zeichen ohnehin einzeln positioniert wird,
# kostet das nichts.
# "." Dezimalpunkt der Zehntelminuten (RA 18h37.1m)
# " " Abstand zwischen Beschriftung und Wert (RA 18h37.1m)
# Achtung: Das gilt auch fuer die Leerzeichen, mit denen eine Zeile aufgefuellt
# wird. display._aufbereiten rechnet beim Auffuellen darum bewusst mit der vollen
# Zellenbreite -- sonst reichte die letzte Zelle ueber den Rand hinaus.
CELL_NARROW = {".": 3, " ": 3}
# Alle Zeilen beginnen linksbuendig bei LINE_X. Bis 2026-07-27 gab es einen
# Schalter zum Zentrieren; er ist entfallen, weil die Zeilen seit den schmalen
# Zeichen (CELL_NARROW) unterschiedlich breit sind und zentriert um wenige Pixel
# gegeneinander versetzt standen. Mit der Beschriftung "RA:" / "DE:" sollen sie
# buendig untereinander beginnen.
#
# LINE_X = 0, ganz am Rand: Die RA-Zeile braucht mit der Minutenangabe am Ende
# ("RA:18h51.0m") 63 der 64 Pixel -- fuer einen Rand ist da kein Platz mehr.
LINE_X = 0
COLOR = migra.RED # einfarbig rote Anzeige
BACKGROUND = migra.BLACK
BRIGHTNESS = 100 # Prozent
# Gradzeichen: Im Standard-Zeichensatz 0 der Anzeige fehlt es. Der von der
# Sternwarte geladene Zeichensatz 1 hat an Position "/" (0x2F) ein hochgestelltes
# Gradzeichen -- verifiziert 2026-07-15, deckt sich mit dem alten Programm
# (asciitaf.h: Code 0xAF, per & 0x7F = 0x2F in Zeichensatz 1). Zur Ausgabe wird
# fuer dieses eine Zeichen kurz auf DEGREE_CHARSET umgeschaltet.
DEGREE_MARKER = "°" # Platzhalter im formatierten Text (siehe coords.py)
DEGREE_CHARSET = 1 # Zeichensatz mit dem Gradzeichen; None -> Fallback nutzen
DEGREE_CHAR = "/" # Zeichen, das in DEGREE_CHARSET als Grad erscheint
DEGREE_FALLBACK = "d" # Ersatz, falls DEGREE_CHARSET = None
# -- Montierung (Phase 2) -------------------------------------------------
# 10Micron GM4000 HPS II: LX200-Protokoll ueber TCP. Die IP der Montierung
# eintragen, sobald sie erreichbar ist; Port 3490 ist die Vorgabe von 10Micron.
MOUNT_HOST = "192.168.1.115" # echte IP der Montierung (eingetragen 2026-07-18)
MOUNT_PORT = 3490
MOUNT_TIMEOUT = 3.0 # Sekunden fuer Verbindung/Antwort
POLL_INTERVAL = 1.0 # Sekunden zwischen zwei Koordinatenabfragen
# Koordinaten-Praezision der Montierung.
# False = Niedrigpraezision (10Micron-Standard): RA als HH:MM.T (Zehntel-Minuten),
# DEC als sDD MM (ganze Bogenminuten) -- die Montierung sendet keine Sekunden.
# Die Anzeige zeigt entsprechend RA mit Zehntel-Minute und DEC ohne Sekunden.
# True = Hochpraezision (Montierung mit ":U#" umgestellt): RA/DEC mit Sekunden.
HIGH_PRECISION = False
# Beschriftung der beiden Zeilen:
#
# RA 18h37.1m
# DE +38°47'
#
# Der Abstand ist ein Leerzeichen, das ueber CELL_NARROW nur 3 px breit gesetzt
# wird -- ein Doppelpunkt stand hier zwischenzeitlich, wirkte in Zeichensatz 0
# aber zu wuchtig (2026-07-27).
#
# Die Beschriftung gibt es nur bei Niedrigpraezision: Dort liefert die Montierung
# ohnehin nur Zehntelminuten und ganze Bogenminuten, das laesst den Platz. Bei
# Hochpraezision braucht die Deklination alle Zellen (+38°47'01") -- dann
# entfaellt sie.
LABEL_RA = "RA "
LABEL_DEC = "DE "
# Anzeige, wenn die Montierung (noch) nicht erreichbar ist.
# Achtung: hoechstens CHARS_PER_LINE Zeichen, sonst wird abgeschnitten --
# "MONTIERUNG" stand hier zuerst und erschien am Geraet als "MONTIERUN".
NOLINK_LINES = ("KEIN LINK", "TELESKOP")
# -- Dauerbetrieb (nur ESP32-C3) ------------------------------------------
# Watchdog: Kommt die Poll-Schleife so lange nicht mehr durch, startet die
# Hardware das Geraet neu. 120 s sind reichlich bemessen -- im Normalbetrieb
# wird jede Sekunde gefuettert. Der Wert muss ueber allem liegen, was regulaer
# blockieren darf: WLAN-Aufbau bis WIFI_TIMEOUT (20 s), Montierung
# MOUNT_TIMEOUT (3 s), dazu ein MQTT-Verbindungsversuch. Sonst startet das
# Geraet mitten im normalen Betrieb neu.
#
# Achtung: Ein einmal gestarteter Watchdog laesst sich nicht mehr abschalten.
# Deshalb legt ihn nur main.py an, nicht der Handbetrieb ueber die REPL.
WDT_TIMEOUT = 120.0 # Sekunden
# Wartezeit beim Autostart, bevor main.py die Schleife startet. In diesem
# Fenster bricht Ctrl-C ab und man kommt an die REPL -- ohne das waere ein
# Geraet mit fehlerhaftem main.py nur noch ueber ein Neuflashen erreichbar.
AUTOSTART_DELAY = 3.0 # Sekunden
# Nach einem Absturz in main.py: so lange warten, dann neu starten. Die Pause
# verhindert eine Neustart-Schleife im Sekundentakt, wenn etwas dauerhaft
# kaputt ist (und gibt Zeit, mit Ctrl-C einzugreifen).
RESTART_DELAY = 10.0 # Sekunden
# -- WLAN (nur ESP32-C3) --------------------------------------------------
# Zugangsdaten stehen in wifi_config.py (nicht im Git, siehe
# wifi_config_example.py). Hier nur das Zeitverhalten.
WIFI_TIMEOUT = 20.0 # Sekunden aufs Verbinden warten
WIFI_RETRY = 5.0 # Pause vor einem neuen Verbindungsversuch
# Anzeige, solange noch kein WLAN steht.
NOWIFI_LINES = ("KEIN WLAN", " ... ")
# -- Helligkeitssensor (LDR, nur ESP32-C3) --------------------------------
# LDR an Pad 1 (D0/A0) = GPIO2, auf dem C3 ein Kanal von ADC1.
LDR_PIN = 2
# Der Spannungsteiler auf der Platine ist 3V3 --[R2 2k]-- A0 --[LDR]-- GND.
# Der LDR wird bei mehr Licht niederohmiger, die Spannung an A0 sinkt also mit
# steigender Helligkeit -- genau andersherum als beim alten MSP430-Aufbau, auf
# den die Schwellen in brightness.py zugeschnitten sind. Deshalb wird der
# Rohwert gespiegelt (siehe brightness.raw_to_ldr).
LDR_INVERTED = True
LDR_MAX = 4095 # 12-bit-ADC, voller Ausschlag