Seit der Einzelpositionierung blitzten bei jeder Aktualisierung willkuerliche
Pixel auf, in beiden Zeilen. Ursache ist die Telegrammlaenge: Eine volle Zeile
kostet mit einzeln gesetzten Zeichen rund 100 Bytes statt 20, bei 19200 Baud
und 8E1 (11 Bit je Byte) dauerte ein kompletter Bildwechsel damit rund 300 ms.
Die Anzeige stellt schon waehrend des Empfangs dar, also war der Aufbau zu
sehen -- im Sekundentakt ein Drittel der Zeit.
Von einer Sekunde zur naechsten aendert sich aber fast nichts: "18h36m56s" ->
"18h36m57s" ist eine einzige Ziffer, die Deklination steht meist still.
show_lines vergleicht deshalb gegen den zuletzt dargestellten Inhalt und
schreibt nur die betroffenen Zellen; eine unveraenderte Zeile erzeugt gar kein
Telegramm mehr. Am Geraet gemessen: 306 ms -> 66 ms je Bildwechsel.
Dabei am Geraet aufgefallen und mitbehoben: Dem "s" hinter den Sekunden fehlten
die linken Pixel, dem "m" hinter den Minuten ebenso -- beides Zeichen direkt
rechts von einer Stelle, die sich gerade geaendert hatte. Die Anzeige malt je
Zeichen 7 px breit (daher auch der 7-px-Auto-Vorschub), gesetzt wird aber auf
6-px-Raster: Ein neu geschriebenes Zeichen loescht die erste Pixelspalte seines
rechten Nachbarn. Beim vollstaendigen Neuaufbau fiel das nie auf, weil der
Nachbar gleich danach ohnehin neu gemalt wurde. _zelle_faellig zieht ihn jetzt
mit.
Weitere Details:
- clear() verwirft den gemerkten Inhalt, sonst haelt der Vergleich Zellen
faelschlich fuer vorhanden und die Anzeige bliebe teilweise leer.
- Schlaegt ein Telegramm fehl, wird der gemerkte Inhalt der Zeile verworfen --
was angekommen ist, ist dann ungewiss.
- Der Zeichensatz wird nur noch bei der ersten Ausgabe einer Zeile gesetzt. Das
spart nicht nur Bytes: Jeder Wechsel beschaedigt die Home-Zelle. Findet doch
einer statt (neues Gradzeichen), wird die oberste Zeile vollstaendig
nachgezogen.
Zu beiden Befunden gibt es Tests mit Gegenprobe (mit der alten Fassung schlagen
sie fehl). 155 Tests gruen, am Geraet bestaetigt: ruhig, keine fehlenden Pixel.
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Die RS232-Strecke ESP32 -> MAX3232 -> Anzeige ist am Geraet bestaetigt; damit
war "probe.py pitch" moeglich und hat die offene Zeichenbreiten-Frage geklaert.
Das Ergebnis korrigiert eine Annahme: Bisher stand CHARS_PER_LINE = 9, abgezaehlt
am Zeilenumbruch. Gemessen wurde damit aber der Auto-Vorschub der Sperrschrift
(7 px), nicht die Zeichenbreite. Die Zeichenmatrix ist 6 px breit -- zehn Ziffern,
einzeln auf x = i*6 gesetzt, stehen sauber getrennt nebeneinander.
- display._emit_line positioniert jedes Zeichen selbst, statt den Auto-Vorschub
laufen zu lassen. CHARS_PER_LINE = 10, CELL_WIDTH = 6.
- Die Deklination passt dadurch in voller Form: +38°47'01" statt +38°47'01.
- show_lines sendet ein Telegramm je Zeile. Mit Einzelpositionierung kaemen beide
zusammen auf 224 der erlaubten 230 Bytes -- zu wenig Reserve fuer den
Dauerbetrieb. Die Reihenfolge bleibt unten vor oben (Home-Zelle).
- Zeilen werden zentriert (CENTER_LINES, LINE_X). Der Zeichenblock bleibt dabei
gleich breit und an derselben Stelle, damit keine Reste stehen bleiben.
- probe.py kommt mit aufs Geraet: Die Anzeige haengt jetzt am ESP32, nur von dort
laesst sich die Geometrie noch ausmessen.
Die Tests pruefen nicht mehr auf zusammenhaengenden Text im Telegramm -- den gibt
es nicht mehr -- sondern rechnen ueber die Cursor-Sequenzen zurueck, was wirklich
auf welcher Zelle landet. 97 Tests gruen, Kette am Geraet im Sekundentakt bestaetigt.
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Die Kette laeuft auf dem Geraet gegen den Mock auf dem Mac. Getestet mit
MicroPython 1.28.0 (ESP32_GENERIC_C3): alle Module importieren, Telegrammbau
und Koordinaten-Formatierung sind byte-identisch zum Mac (inkl. Gradzeichen),
Poll-Schleife 22 Abfragen in 20 s ohne Aussetzer, Ausfall und Reconnect
verhalten sich wie vorgesehen. Offen bleibt allein die RS232-Strecke zur
Anzeige -- der Steckbrettaufbau mit MAX3232 fehlt noch.
Gemeinsamer Kern statt zweier Programme:
- displayloop.py: die Poll-Schleife, herausgeloest aus run_display. Mac und
ESP32 fahren jetzt denselben Ablauf; drumherum liegt nur die Kommandozeile
(run_display.py) bzw. das WLAN-Setup (run_esp32.py).
- ticks.py: Timeouts fuer beide Plattformen. time.ticks_ms() laeuft nach ~12
Tagen ueber; das bisherige "jetzt + Timeout" haette eine Warteschleife
danach tagelang haengen lassen. Jetzt ueber ticks_diff.
- wifi.py, run_esp32.py, wifi_config.py (gitignored, Vorlage dabei), deploy.sh.
Pinbelegung aus dem KiCad-Schaltplan uebernommen, nicht geraten: UART1 mit
TX=GPIO21 (Pad 7/D6) und RX=GPIO20 (Pad 8/D7) ueber den MAX3232, LDR an
GPIO2 (Pad 1/A0). UART0 bleibt die REPL.
LDR-Kennlinie ist auf der Platine umgekehrt: der Teiler lautet
3V3-[2k]-A0-[LDR]-GND, die Spannung faellt also mit steigender Helligkeit --
andersherum als beim MSP430, auf den die Schwellen zugeschnitten sind. Wird
im Code gespiegelt (config.LDR_INVERTED, brightness.raw_to_ldr). Die
Schwellen selbst muessen am realen Aufbau noch nachgemessen werden.
Am Geraet gefundene Fehler, die den Attrappen-Tests entgehen mussten, weil
CPython sie nicht hat:
- MicroPython kennt kein str.ljust (auch kein rjust/center/zfill).
display._emit_line fuellt von Hand auf.
- NOLINK_LINES hatte 10 Zeichen bei 9 Zeichen Zeilenbreite und erschien als
"MONTIERUN". Jetzt "KEIN LINK"/"TELESKOP".
Dagegen: TestMicropythonVertraeglichkeit prueft die deployten Dateien statisch
auf solche Methoden und auf modulweites argparse/threading und haelt die
Dateiliste mit deploy.sh synchron; test_display.py prueft die Breite fester
Anzeigetexte.
Weitere Portabilitaet: mount_client nutzt getaddrinfo und eine Sendeschleife
statt sendall (MicroPython laesst dessen Verhalten mit Timeout offen);
argparse in brightness wandert in die Funktion; migra._digits und die
Hex-Ausgabe verlassen sich nicht mehr auf %0*d bzw. bytes.hex(). Beides kann
1.28 zwar doch -- am Geraet nachgeprueft, die Kommentare sagen es jetzt richtig.
Widerspruch in der Dokumentation bereinigt: die Zeichenbreite stand an vier
Stellen als 9 oder 10. Gemessen sind 9; die Erklaerung duerfte sein, dass die
Sperrschrift 7 px pro Zelle braucht (9*7 = 63 von 64 px) und nicht 6, wie es
eine 5x7-Matrix mit 1 px Luecke waere. Nachgeprueft ist das nicht -- dafuer
gibt es jetzt "probe.py pitch", das den Auto-Vorschub gegen feste
Pixelabstaende stellt, statt am Umbruch abzuzaehlen.
mount_mock.py --lan bindet auf 0.0.0.0 und nennt die einzutragende LAN-IP,
damit der ESP32 den Mock erreicht.
92 Tests gruen.
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