RA in Zehntelminuten mit Beschriftung: "RA 18h36.9m" / "DE +38°47'"

Die GM4000 liefert im Auslieferzustand keine Sekunden, sondern Zehntelminuten.
Bisher wurde daraus eine Sekundenanzeige gerechnet -- die sprang in
6-Sekunden-Schritten, weil die Rohdaten sie gar nicht hergeben. Die Zehntelform
ist ehrlicher und kuerzer, und der gewonnene Platz traegt die Beschriftung:

    RA 18h36.9m
    DE +38°47'

Bei Hochpraezision entfaellt die Beschriftung, dort braucht die Deklination mit
+38°47'01" alle Zellen.

Der Mock konnte das gar nicht nachstellen -- er sendete immer das
Hochpraezisionsformat. Neu: "mount_mock.py --low" bildet den Auslieferzustand ab
(RA als HH:MM.T, DEC ohne Bogensekunden). Vorgabe bleibt hoch, damit die
bestehenden Tests mit ihren festen Erwartungen unveraendert durchlaufen.

Zur Darstellung, alles am Geraet ausprobiert:

- **Schmale Zeichen** (config.CELL_NARROW): Dezimalpunkt und der Abstand
  zwischen Beschriftung und Wert bekommen 3 statt 6 px -- in der Sperrschrift
  standen sie sonst sehr luftig. Fuer die Leerzeichen am Zeilenende gilt das
  nicht, die sollen den Rest der Zeile ueberschreiben.
- Damit entscheidet die **Pixelbreite** ueber das Abschneiden, nicht mehr die
  Zeichenzahl: "RA 18h36.9m" sind 11 Zeichen und trotzdem nur 60 px.
- **Linksbuendig ab LINE_X = 0**, der Schalter zum Zentrieren ist entfallen.
  Zentriert standen die Zeilen um wenige Pixel gegeneinander versetzt, weil die
  RA-Zeile mit ihrem schmalen Punkt kuerzer ist als die DEC-Zeile.

Ein Zwischenschritt, der wieder verworfen wurde und als Warnung im Code steht:
Ein Doppelpunkt als Trenner ("RA:18h36.9m") sah in Zeichensatz 0 zu wuchtig aus;
der aus Zeichensatz 1 ist schlanker, steht aber mitten in der obersten Zeile --
und jeder Zeichensatzwechsel zerstoert die Home-Zelle. Das erste Zeichen danach
noch einmal zu schreiben machte es schlimmer: Das nachgezogene Zeichen bemalt
GLYPH_WIDTH Pixel und frisst die linke Spalte seines rechten Nachbarn. Deshalb
steht in der obersten Zeile jetzt bewusst kein Sonderzeichen.

161 Tests gruen, am Geraet bestaetigt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
2026-07-27 18:23:07 +02:00
parent dae7694a07
commit 433c53aabd
10 changed files with 468 additions and 140 deletions
+34 -17
View File
@@ -23,6 +23,8 @@ python3 run_display.py --host 10.0.0.42 # andere IP
python3 run_display.py --mock --move # ohne Teleskop: lokaler Mock, RA läuft
python3 run_display.py --mock --move --ldr 2000 # zusätzlich mit Helligkeitsregelung
python3 mount_mock.py --move # Mock separat starten
python3 mount_mock.py --move --low # ... im Auslieferformat der GM4000
# (RA als HH:MM.T, DEC ohne Sekunden)
# Helligkeit aus einem LDR-Wert setzen:
python3 brightness.py --ldr 1500 # LDR-Rohwert -> Helligkeit -> senden
@@ -310,16 +312,23 @@ die Reihenfolge der Telegramme statt der Reihenfolge innerhalb eines Telegramms.
- Die Deklination passt damit in **voller Form mit abschließendem `"`**
(`+38°47'01"`, 10 Zeichen). `coords.format_dec` wählt automatisch die breiteste
Form, die in `CHARS_PER_LINE` passt — bei Niedrigpräzision entsprechend
`+38°47'` ohne Sekunden.
Form, die in die Zeile passt — bei Niedrigpräzision entsprechend `+38°47'`
ohne Sekunden.
- **Zeilen werden zentriert** (`CENTER_LINES = True`). Das wirkt auf zwei Ebenen:
`LINE_X` rückt den Zeichenblock in die Mitte (10·6 = 60 px lassen je 2 px Rand),
und kürzere Texte werden beidseitig mit Leerzeichen aufgefüllt. Der Block bleibt
dabei immer gleich breit und an derselben Stelle — so überschreibt er bei jedem
Durchlauf denselben Bereich und lässt keine Reste stehen. Ein pixelgenau
mitwandernder Offset könnte das nicht; dafür ist die Zentrierung nur auf eine
halbe Zelle (3 px) genau, wenn die Restbreite ungerade ist.
- **Schmale Zeichen bekommen weniger Platz** (`config.CELL_NARROW`). Der
Dezimalpunkt der Zehntelminuten und der Abstand zwischen Beschriftung und Wert
belegen statt 6 nur 3 px — in der Sperrschrift standen sie sonst sehr luftig.
glich ist das nur, weil ohnehin jedes Zeichen einzeln positioniert wird.
Für die Leerzeichen am Zeilenende gilt es *nicht*: Die sollen den Rest der
Zeile überschreiben und behalten die volle Breite.
Deshalb entscheidet die **Pixelbreite** über das Abschneiden, nicht die
Zeichenzahl: `RA 18h36.9m` sind 11 Zeichen und trotzdem nur 60 px, `DE +38°47'`
wären als 11 volle Zellen dagegen 66 px und damit zu breit.
- **Zeilen stehen linksbündig** ab `LINE_X = 0`. Zentriert waren sie
zwischenzeitlich, standen dann aber um wenige Pixel gegeneinander versetzt, weil
die RA-Zeile mit ihrem schmalen Dezimalpunkt kürzer ist als die DEC-Zeile.
- **Es wird nur geschrieben, was sich geändert hat.** `show_lines` vergleicht gegen
den zuletzt dargestellten Inhalt und schickt nur die betroffenen Zellen; eine
@@ -353,15 +362,23 @@ RA als `HH:MM.T` (Zehntel-Minuten), DEC als `sDD°MM` (ganze Bogenminuten). Das
Gradzeichen kommt als Byte `0xDF` — auf der Anzeige korrekt als Gradring dargestellt;
in der Terminal-Konsole erscheint der **Rohwert** dieses Bytes als `ß` (rein kosmetisch).
`config.HIGH_PRECISION` steuert die DEC-Darstellung:
- `False` (Vorgabe): DEC ohne Sekunden (`-00°55'`).
- `True`: DEC mit Sekunden (`+38°47'01`) — erst sinnvoll, wenn die Montierung per
`:U#` auf Hochpräzision gestellt ist (schreibendes Kommando, hier bewusst nicht
automatisch gesendet).
`config.HIGH_PRECISION` steuert die ganze Darstellung — sie folgt dem, was die
Montierung wirklich liefert:
Die **RA** wird immer mit Sekunden gezeigt (`11h36m54s`); bei Niedrigpräzision
kommen die Sekunden aus den Zehntel-Minuten und springen daher in 6-Sekunden-Schritten
(kein Dezimalpunkt — der wirkt in der Sperrschrift zu luftig).
| | Niedrigpräzision (Vorgabe) | Hochpräzision (nach `:U#`) |
|---|---|---|
| Zeile 1 | `RA 18h36.9m` | `18h36m56s` |
| Zeile 2 | `DE +38°47'` | `+38°47'01"` |
Bei Niedrigpräzision zeigt die **RA Zehntelminuten** statt Sekunden — genau die
Auflösung der Rohdaten. Bis 2026-07-27 wurde hier in Sekunden umgerechnet
(`11h36m54s`); die sprangen aber in 6-Sekunden-Schritten, weil die Montierung sie
gar nicht hergibt. Die kürzere Form lässt zugleich Platz für die **Beschriftung**
`RA` / `DE` (`config.LABEL_RA`, `LABEL_DEC`).
Bei Hochpräzision entfällt die Beschriftung: Dort braucht die Deklination mit
`+38°47'01"` alle Zellen. `:U#` ist ein schreibendes Kommando und wird hier
bewusst nicht automatisch gesendet.
`coords.format_ra`/`format_dec` nehmen `high_precision=` als Parameter (Vorgabe aus
`config`). Die Montierungs-Rohwerte werden im `coords`-Parser unverändert korrekt
+57 -18
View File
@@ -55,33 +55,56 @@ CHARSET = 0
CHARSET_SPACED = True
LINE_Y = (0, 9)
# 10 Zeichen zu 6 px -- mit "probe.py pitch 6" am Geraet entschieden (2026-07-27).
# 6 px pro Zeichenzelle -- mit "probe.py pitch 6" am Geraet gemessen (2026-07-27).
#
# Die Messung stellt den Auto-Vorschub der Anzeige gegen feste Pixelabstaende und
# hat beides zugleich gezeigt:
# - Auto-Vorschub der Sperrschrift ESC z ist 7 px. Eine Zeile aus einem Stueck
# bricht deshalb nach 9 Zeichen um (9*7 = 63 von 64 px). Daher stand hier
# frueher 9 -- das war der Vorschub, nicht die Zellenbreite.
# - Die Zeichenmatrix selbst ist aber nur 6 px breit: zehn Ziffern, einzeln auf
# bricht deshalb nach 9 Zeichen um (9*7 = 63 von 64 px). Frueher stand hier
# darum 9 -- das war der Vorschub, nicht die Zellenbreite.
# - Die Zeichenmatrix selbst ist nur 6 px breit: zehn Ziffern, einzeln auf
# x = i*6 gesetzt, stehen sauber und getrennt nebeneinander (60 von 64 px).
#
# Deshalb positioniert display._emit_line jedes Zeichen selbst, statt den
# Auto-Vorschub laufen zu lassen. So passen 10 Zeichen, und die DEC-Form bekommt
# ihr abschliessendes " (siehe coords.format_dec).
CHARS_PER_LINE = 10
CELL_WIDTH = 6 # Pixel pro Zeichenzelle bei fester Positionierung
# Auto-Vorschub laufen zu lassen.
CELL_WIDTH = 6 # Pixel pro Zeichenzelle
DISPLAY_WIDTH = 64 # Pixelbreite der Anzeige
# Zeilen mittig setzen statt linksbuendig. Wirkt auf zwei Ebenen:
# - LINE_X rueckt den ganzen Zeichenblock in die Mitte: 10*6 = 60 px belegen
# nicht die vollen 64, das laesst je 2 px Rand.
# - Kuerzere Texte werden in _emit_line beidseitig mit Leerzeichen aufgefuellt,
# z.B. die 7 Zeichen von "+38°47'" bei Niedrigpraezision.
# Der Block bleibt dabei immer gleich breit und an derselben Stelle -- er
# ueberschreibt so bei jedem Durchlauf denselben Bereich, ohne Reste der vorigen
# Anzeige stehen zu lassen. Ein pixelgenau mitwandernder Offset koennte das nicht.
CENTER_LINES = True
LINE_X = (DISPLAY_WIDTH - CHARS_PER_LINE * CELL_WIDTH) // 2
# Obergrenze in *Zeichen*. Die harte Grenze ist DISPLAY_WIDTH in Pixeln: Seit
# schmale Zeichen weniger Platz brauchen (CELL_NARROW), haengt die Breite einer
# Zeile davon ab, welche Zeichen darin stehen. 11 gehen nur auf, wenn mindestens
# eines schmal ist -- "RA:18h51.0m" braucht mit seinem Dezimalpunkt 63 der 64 px,
# "DE:+38°47'" waere als 11 volle Zellen dagegen 66 px und damit zu breit.
# display._aufbereiten schneidet deshalb nach Pixeln ab, nicht nach Zeichen.
CHARS_PER_LINE = 11
# Breite, die die Anzeige beim Schreiben eines Zeichens tatsaechlich bemalt --
# mehr als CELL_WIDTH. Daher auch der Auto-Vorschub von 7 px. Wichtig fuer das
# Nachfuehren einzelner Zellen: Ein neu geschriebenes Zeichen loescht die erste
# Pixelspalte seines rechten Nachbarn, der muss also mitgeschrieben werden
# (siehe display._zelle_faellig).
GLYPH_WIDTH = 7
# Zeichen, die weniger Platz brauchen als eine volle Zelle -- in der Sperrschrift
# stehen sie sonst sehr luftig zwischen den Ziffern. Je 3 px am Geraet
# ausprobiert (2026-07-27); weil jedes Zeichen ohnehin einzeln positioniert wird,
# kostet das nichts.
# "." Dezimalpunkt der Zehntelminuten (RA 18h37.1m)
# " " Abstand zwischen Beschriftung und Wert (RA 18h37.1m)
# Achtung: Das gilt auch fuer die Leerzeichen, mit denen eine Zeile aufgefuellt
# wird. display._aufbereiten rechnet beim Auffuellen darum bewusst mit der vollen
# Zellenbreite -- sonst reichte die letzte Zelle ueber den Rand hinaus.
CELL_NARROW = {".": 3, " ": 3}
# Alle Zeilen beginnen linksbuendig bei LINE_X. Bis 2026-07-27 gab es einen
# Schalter zum Zentrieren; er ist entfallen, weil die Zeilen seit den schmalen
# Zeichen (CELL_NARROW) unterschiedlich breit sind und zentriert um wenige Pixel
# gegeneinander versetzt standen. Mit der Beschriftung "RA:" / "DE:" sollen sie
# buendig untereinander beginnen.
#
# LINE_X = 0, ganz am Rand: Die RA-Zeile braucht mit der Minutenangabe am Ende
# ("RA:18h51.0m") 63 der 64 Pixel -- fuer einen Rand ist da kein Platz mehr.
LINE_X = 0
COLOR = migra.RED # einfarbig rote Anzeige
BACKGROUND = migra.BLACK
@@ -112,6 +135,22 @@ POLL_INTERVAL = 1.0 # Sekunden zwischen zwei Koordinatenabfragen
# True = Hochpraezision (Montierung mit ":U#" umgestellt): RA/DEC mit Sekunden.
HIGH_PRECISION = False
# Beschriftung der beiden Zeilen:
#
# RA 18h37.1m
# DE +38°47'
#
# Der Abstand ist ein Leerzeichen, das ueber CELL_NARROW nur 3 px breit gesetzt
# wird -- ein Doppelpunkt stand hier zwischenzeitlich, wirkte in Zeichensatz 0
# aber zu wuchtig (2026-07-27).
#
# Die Beschriftung gibt es nur bei Niedrigpraezision: Dort liefert die Montierung
# ohnehin nur Zehntelminuten und ganze Bogenminuten, das laesst den Platz. Bei
# Hochpraezision braucht die Deklination alle Zellen (+38°47'01") -- dann
# entfaellt sie.
LABEL_RA = "RA "
LABEL_DEC = "DE "
# Anzeige, wenn die Montierung (noch) nicht erreichbar ist.
# Achtung: hoechstens CHARS_PER_LINE Zeichen, sonst wird abgeschnitten --
# "MONTIERUNG" stand hier zuerst und erschien am Geraet als "MONTIERUN".
+40 -9
View File
@@ -75,22 +75,53 @@ def _fit(candidates, width):
return candidates[-1][:width]
def format_ra(value, width=None, high_precision=None):
"""Rektaszension formatieren, immer mit Sekunden (HHhMMmSSs).
def _to_tenths(h, m, s):
"""(h, m, s) in (Stunden, Minuten, Zehntelminuten) umrechnen.
Bei Niedrigpraezision liefert die Montierung nur Zehntel-Minuten; die
Sekunden kommen dann in 6-Sekunden-Schritten. Das Format ist dasselbe wie
bei Hochpraezision -- der Unterschied steckt allein in der Aufloesung der
Rohdaten, nicht in der Darstellung. high_precision wird daher fuer RA nicht
ausgewertet (nur bei DEC relevant, siehe format_dec).
Ganzzahlig gerechnet, damit es unter MicroPython keine Float-Ueberraschungen
gibt. Der Uebertrag ist wichtig: 18:36:57 sind 36,95 Minuten und werden zu
18:37.0, nicht zu 18:36.10.
"""
zehntel = ((h * 3600 + m * 60 + s) * 10 + 30) // 60 # kaufmaennisch runden
minuten, t = divmod(zehntel, 10)
h, m = divmod(minuten, 60)
return h % 24, m, t
def format_ra(value, width=None, high_precision=None):
"""Rektaszension formatieren.
Die Darstellung folgt dem, was die Montierung wirklich liefert:
Niedrigpraezision (Vorgabe): **HHhMM.T** mit Zehntelminuten -- genau die
Aufloesung, die die GM4000 in diesem Modus sendet. Sieben Zeichen, das laesst
Platz fuer die Beschriftung "RA:" auf der Anzeige (siehe
displayloop.format_coordinates). Das "h" statt eines Doppelpunkts ist
Nutzerwunsch -- der Doppelpunkt wirkt in der Sperrschrift zu wuchtig.
Hochpraezision: HHhMMmSSs mit echten Sekunden.
Bis 2026-07-27 wurde auch bei Niedrigpraezision mit Sekunden angezeigt. Die
sprangen dort in 6-Sekunden-Schritten, weil die Rohdaten sie gar nicht
hergeben -- die Zehntelform ist ehrlicher und kuerzer.
"""
width = config.CHARS_PER_LINE if width is None else width
high = config.HIGH_PRECISION if high_precision is None else high_precision
h, m, s = parse_ra(value)
return _fit([
if high:
candidates = [
"%02dh%02dm%02ds" % (h, m, s),
"%02d:%02d:%02d" % (h, m, s),
"%02dh%02dm" % (h, m),
], width)
]
else:
h, m, t = _to_tenths(h, m, s)
candidates = [
"%02dh%02d.%dm" % (h, m, t), # 8: 18h36.9m
"%02dh%02d.%d" % (h, m, t), # 7: ohne Minutenzeichen
"%02dh%02dm" % (h, m), # 6: ohne Zehntel
]
return _fit(candidates, width)
def format_dec(value, width=None, high_precision=None):
+111 -26
View File
@@ -115,13 +115,51 @@ class Display:
self._gezeigt = {}
self._zeile_schreiben(index, text)
def _aufbereiten(self, text):
"""Auf Zeilenbreite bringen: abschneiden und auffuellen (ggf. mittig)."""
@staticmethod
def _breiten(text):
"""Breite jeder einzelnen Zelle in Pixeln.
Zeichen aus config.CELL_NARROW brauchen weniger Platz. Fuer Leerzeichen
gilt das aber nur *innerhalb* des Textes -- dort trennen sie Beschriftung
und Wert ("RA 18h36.9m"). Die Leerzeichen, mit denen die Zeile rechts
aufgefuellt wird, behalten die volle Breite: Sie sollen den Rest der
Zeile ueberschreiben, und je schmaler sie waeren, desto mehr Zellen
muesste man dafuer schreiben.
"""
ohne_fuellung = len(text.rstrip())
return [config.CELL_NARROW.get(ch, config.CELL_WIDTH)
if i < ohne_fuellung else config.CELL_WIDTH
for i, ch in enumerate(text)]
@staticmethod
def _breite(text):
"""Pixelbreite eines Textes."""
return sum(Display._breiten(text))
@staticmethod
def _aufbereiten(text):
"""Auf die Zeilenbreite bringen: abschneiden und auffuellen.
Massgeblich sind die **Pixel**, nicht die Zeichenzahl: Seit schmale
Zeichen weniger Platz brauchen (config.CELL_NARROW), passen mal 10 und
mal 11 Zeichen in dieselbe Zeile. Ein Text wird deshalb so lange
gekuerzt, bis er in DISPLAY_WIDTH passt, und nur so weit aufgefuellt, wie
eine weitere Zelle noch hineingeht. Ohne das ragte die letzte Zelle ueber
den Rand und die Anzeige quittierte mit Fehlercode 4.
"""
# Ohne str.ljust/center: die kennt MicroPython nicht (am Geraet aufgefallen).
platz = config.DISPLAY_WIDTH - config.LINE_X
text = text[:config.CHARS_PER_LINE]
rest = config.CHARS_PER_LINE - len(text)
links = rest // 2 if config.CENTER_LINES else 0
return " " * links + text + " " * (rest - links)
while text and Display._breite(text) > platz:
text = text[:-1]
# Beim Auffuellen bewusst mit der *vollen* Zellenbreite rechnen, obwohl
# das Leerzeichen schmal gesetzt wird: Die Anzeige bemalt je Zeichen
# GLYPH_WIDTH Pixel, ein Leerzeichen am rechten Rand reichte sonst
# darueber hinaus.
while (len(text) < config.CHARS_PER_LINE
and Display._breite(text) + config.CELL_WIDTH <= platz):
text += " "
return text
def _zeile_schreiben(self, index, text, voll=False):
"""Eine Zeile nachfuehren. Liefert True, wenn der Zeichensatz gewechselt wurde.
@@ -129,19 +167,27 @@ class Display:
voll=True schreibt alle Zellen, auch die unveraenderten.
"""
neu = self._aufbereiten(text)
alt = None if voll else self._gezeigt.get(index)
if alt == neu:
pos = self._positionen(neu)
alt, alt_pos = self._gezeigt.get(index, (None, None))
if voll:
alt = None
elif alt_pos != pos:
# Die Zeile hat eine andere Form als vorher (z.B. ein Dezimalpunkt
# kommt dazu, der weniger Platz braucht). Dann sitzen alle Zellen
# woanders und der Vergleich waere sinnlos -- vollstaendig neu.
alt = None
elif alt == neu:
return False # nichts zu tun, kein Telegramm
du = migra.DataUnit()
du.attributes(fg=config.COLOR, bg=config.BACKGROUND, blink=migra.STATIC)
if alt is None:
# Erste Ausgabe dieser Zeile: Zeichensatz sicherheitshalber setzen.
# Danach behaelt die Anzeige ihn, und _emit_degree schaltet nach
# jedem Gradzeichen wieder zurueck -- ein Wechsel je Telegramm waere
# nur unnoetiger Ballast und wuerde die Home-Zelle beschaedigen.
# Danach behaelt die Anzeige ihn, und _emit_fremd schaltet nach
# jedem Sonderzeichen wieder zurueck -- ein Wechsel je Telegramm
# waere nur Ballast und wuerde die Home-Zelle beschaedigen.
du.charset(config.CHARSET, spaced=config.CHARSET_SPACED)
wechsel = self._emit_line(du, config.LINE_Y[index], neu, alt)
wechsel = self._emit_line(du, config.LINE_Y[index], neu, alt, pos)
try:
self.send(du)
except Exception:
@@ -151,23 +197,43 @@ class Display:
# faelschlich fuer aktuell hielten.
self._gezeigt.pop(index, None)
raise
self._gezeigt[index] = neu
self._gezeigt[index] = (neu, pos)
return wechsel or alt is None
@staticmethod
def _zelle_faellig(neu, alt, i):
def _positionen(text):
"""x-Position jeder Zelle einer Zeile.
Normalerweise ein festes Raster aus CELL_WIDTH. Zeichen aus
config.CELL_NARROW bekommen weniger Platz -- der Dezimalpunkt der
Zehntelminuten stuende sonst sehr luftig zwischen den Ziffern.
"""
breiten = Display._breiten(text)
x = config.LINE_X
aus = []
for b in breiten:
aus.append(x)
x += b
return aus
@staticmethod
def _zelle_faellig(neu, alt, i, pos):
"""Muss Zelle i neu geschrieben werden?
Ja, wenn sie sich selbst geaendert hat -- oder wenn ihr **linker**
Nachbar neu geschrieben wird: Der reicht 1 px in diese Zelle hinein und
loescht deren erste Pixelspalte (siehe _emit_line).
Nachbar neu geschrieben wird und bis in diese Zelle hineinragt: Die
Anzeige bemalt je Zeichen GLYPH_WIDTH Pixel, mehr als eine Zelle breit
ist, und loescht damit die erste Pixelspalte hier (siehe _emit_line).
"""
def anders(k):
return k >= len(alt) or alt[k] != neu[k]
return anders(i) or (i > 0 and anders(i - 1))
if anders(i):
return True
return (i > 0 and anders(i - 1)
and pos[i] < pos[i - 1] + config.GLYPH_WIDTH)
def _emit_line(self, du, y, text, alt=None):
def _emit_line(self, du, y, text, alt=None, pos=None):
"""Zellen einer Zeile ausgeben. Liefert True bei Zeichensatzwechsel.
Jedes Zeichen wird einzeln auf x = LINE_X + i*CELL_WIDTH gesetzt, statt
@@ -189,26 +255,45 @@ class Display:
Am Geraet aufgefallen (2026-07-27): Beim Sekundenwechsel fehlten dem "s"
die linken Pixel, beim Minutenwechsel dem "m".
"""
if pos is None:
pos = self._positionen(text)
wechsel = False
for i in range(len(text)):
if alt is not None and not self._zelle_faellig(text, alt, i):
if alt is not None and not self._zelle_faellig(text, alt, i, pos):
continue
du.cursor(config.LINE_X + i * config.CELL_WIDTH, y)
if text[i] == config.DEGREE_MARKER:
self._emit_degree(du)
du.cursor(pos[i], y)
if self._emit_zeichen(du, text[i]):
wechsel = True
else:
du.text(text[i])
return wechsel
def _emit_degree(self, du):
"""Das Gradzeichen einfuegen -- ueber Zeichensatzwechsel oder als Fallback."""
def _emit_zeichen(self, du, ch):
"""Ein Zeichen ausgeben. Liefert True, wenn der Zeichensatz wechseln musste.
Nur das Gradzeichen kommt aus einem anderen Zeichensatz -- in
Zeichensatz 0 gibt es keines.
Ein Zeichensatzwechsel beschaedigt die Home-Zelle (0,0), also den Anfang
der obersten Zeile. Solange alle Wechsel in der *unteren* Zeile
stattfinden, genuegt die Reihenfolge in show_lines (unten vor oben).
**Ein Wechsel mitten in der obersten Zeile laesst sich dagegen nicht
sauber reparieren.** Das erste Zeichen danach noch einmal zu schreiben,
wurde am Geraet ausprobiert (2026-07-27) und machte es schlimmer: Das
nachgezogene Zeichen bemalt GLYPH_WIDTH Pixel und frisst dabei die linke
Spalte seines rechten Nachbarn. Deshalb steht in der obersten Zeile
bewusst kein Sonderzeichen -- die Beschriftung nutzt ein schmales
Leerzeichen statt eines Doppelpunkts aus Zeichensatz 1.
"""
if ch == config.DEGREE_MARKER:
if config.DEGREE_CHARSET is None:
du.text(config.DEGREE_FALLBACK)
return
return False
du.charset(config.DEGREE_CHARSET, spaced=config.CHARSET_SPACED)
du.text(config.DEGREE_CHAR)
du.charset(config.CHARSET, spaced=config.CHARSET_SPACED)
return True
du.text(ch)
return False
def close(self):
self._t.close()
+22 -1
View File
@@ -21,9 +21,30 @@ class LinkError(Exception):
def format_coordinates(ra_raw, dec_raw):
"""Rohstrings der Montierung fuer die Anzeige aufbereiten."""
"""Rohstrings der Montierung fuer die Anzeige aufbereiten.
Bei **Niedrigpraezision** bekommen die Zeilen eine Beschriftung:
RA:18h36.9
DE:+38°47'
Das geht genau auf, weil die Montierung in diesem Modus ohnehin nur
Zehntelminuten (7 Zeichen) und ganze Bogenminuten (7 Zeichen) liefert -- in
zehn Zellen bleiben also drei fuer "RA:"/"DE:" uebrig. Die Zeilen sind
linksbuendig gesetzt (config.CENTER_LINES), damit beide Beschriftungen
buendig untereinander beginnen.
Bei **Hochpraezision** entfaellt die Beschriftung: Dort braucht die
Deklination mit +38°47'01" alle zehn Zeichen.
"""
if config.HIGH_PRECISION:
return coords.format_ra(ra_raw), coords.format_dec(dec_raw)
breite_ra = config.CHARS_PER_LINE - len(config.LABEL_RA)
breite_dec = config.CHARS_PER_LINE - len(config.LABEL_DEC)
return (config.LABEL_RA + coords.format_ra(ra_raw, width=breite_ra),
config.LABEL_DEC + coords.format_dec(dec_raw, width=breite_dec))
def poll_loop(display, client, interval=None, once=False,
read_ldr=None, dimmer=None, ensure_link=None, log=None,
+38 -10
View File
@@ -58,31 +58,54 @@ def _numbers(text):
return [int(x) for x in out]
def _fmt_ra(total_s):
def _fmt_ra(total_s, high=True):
"""Rektaszension wie die GM4000.
high=True -> HH:MM:SS (Hochpraezision, nach ":U#")
high=False -> HH:MM.T (Zehntelminuten -- so liefert die Montierung im
Auslieferzustand, verifiziert 2026-07-18)
"""
total_s %= 86400
h, rest = divmod(total_s, 3600)
m, s = divmod(rest, 60)
if high:
return "%02d:%02d:%02d" % (h, m, s)
zehntel = (total_s * 10 + 30) // 60 # in Zehntelminuten, gerundet
minuten, t = divmod(zehntel, 10)
h, m = divmod(minuten, 60)
return "%02d:%02d.%d" % (h % 24, m, t)
def _fmt_dec(total_arcsec):
def _fmt_dec(total_arcsec, high=True):
"""Deklination wie die GM4000.
high=True -> sDD*MM:SS (Hochpraezision)
high=False -> sDD*MM (ganze Bogenminuten, Auslieferzustand)
Gradzeichen als '*', Minuten/Sekunden mit ':' -- der coords-Parser kommt mit
beiden Trennzeichen klar. (Die echte Montierung sendet 0xDF als Gradzeichen.)
"""
sign = "-" if total_arcsec < 0 else "+"
total_arcsec = abs(total_arcsec)
d, rest = divmod(total_arcsec, 3600)
m, s = divmod(rest, 60)
# Gradzeichen als '*', Minuten/Sekunden mit ':' -- der coords-Parser
# kommt mit beiden Trennzeichen klar.
if high:
return "%s%02d*%02d:%02d" % (sign, d, m, s)
return "%s%02d*%02d" % (sign, d, m)
class MountMock:
"""Simuliert die Montierung auf TCP-Ebene."""
def __init__(self, host="127.0.0.1", port=3490,
ra="18:36:56", dec="+38:47:01", move=False):
ra="18:36:56", dec="+38:47:01", move=False, high=True):
self._ra0 = _parse_ra(ra)
self._dec = _parse_dec(dec)
self._move = move
# high=False bildet den Auslieferzustand der GM4000 nach: keine Sekunden,
# RA als Zehntelminuten. Vorgabe bleibt True, damit bestehende Tests mit
# ihren festen Erwartungen unveraendert durchlaufen.
self._high = high
self._tick = 0 # zaehlt bei --move pro RA-Abfrage hoch
self._dectick = 0 # zaehlt bei --move pro DEC-Abfrage hoch
self._lock = threading.Lock()
@@ -116,9 +139,9 @@ class MountMock:
def _reply_for(self, cmd):
"""Antwort (inkl. '#') fuer ein Kommando ohne ':' und ohne '#'."""
if cmd == "GR":
return _fmt_ra(self._current_ra()) + "#"
return _fmt_ra(self._current_ra(), self._high) + "#"
if cmd == "GD":
return _fmt_dec(self._current_dec()) + "#"
return _fmt_dec(self._current_dec(), self._high) + "#"
if cmd == "GVP":
return PRODUCT + "#"
if cmd == "GVN":
@@ -204,13 +227,18 @@ def main(argv=None):
p.add_argument("--ra", default="18:36:56")
p.add_argument("--dec", default="+38:47:01")
p.add_argument("--move", action="store_true", help="RA laeuft mit der Zeit hoch")
p.add_argument("--low", action="store_true",
help="Niedrigpraezision wie im Auslieferzustand der GM4000: "
"RA als HH:MM.T, DEC ohne Bogensekunden")
args = p.parse_args(argv)
host = "0.0.0.0" if args.lan else args.host
mock = MountMock(host=host, port=args.port, ra=args.ra, dec=args.dec,
move=args.move)
print("Mock-Montierung auf %s:%d (RA=%s DEC=%s%s)"
% (mock.host, mock.port, args.ra, args.dec, ", move" if args.move else ""))
move=args.move, high=not args.low)
print("Mock-Montierung auf %s:%d (RA=%s DEC=%s%s, %s)"
% (mock.host, mock.port, args.ra, args.dec,
", move" if args.move else "",
"Niedrigpraezision" if args.low else "Hochpraezision"))
if host == "0.0.0.0":
ip = lan_address()
if ip:
+110 -33
View File
@@ -38,7 +38,14 @@ def zellen(frames):
y = int(frame[i + 5:i + 8])
j = frame.find(bytes([migra.SEP]), i + 8)
if j >= 0 and j + 1 < len(frame):
out[(x, y)] = chr(frame[j + 1])
ch = chr(frame[j + 1])
# Das Gradzeichen entsteht ueber einen Zeichensatzwechsel und
# steht als DEGREE_CHAR ("/") im Telegramm. Hier wieder in das
# zurueckuebersetzen, was auf der Anzeige zu sehen ist.
if (frame[i + 8:j].startswith(b"\x1bz")
and ch == config.DEGREE_CHAR):
ch = config.DEGREE_MARKER
out[(x, y)] = ch
i += 8
else:
i += 1
@@ -52,12 +59,22 @@ def zeile(frames, index):
return "".join(ch for _, ch in sorted(treffer))
def zentriert(text):
"""Erwartungswert: Text so, wie _emit_line ihn auf die Zeile legt."""
text = text[:config.CHARS_PER_LINE]
rest = config.CHARS_PER_LINE - len(text)
links = rest // 2 if config.CENTER_LINES else 0
return " " * links + text + " " * (rest - links)
# So viele *volle* Zellen passen in eine Zeile. Das ist weniger als
# config.CHARS_PER_LINE: Dessen 11 Zeichen gehen nur auf, wenn mindestens ein
# schmales dabei ist (config.CELL_NARROW). Fuer Tests mit normalen Zeichen ist
# das hier die Zeilenbreite.
VOLLE_ZELLEN = (config.DISPLAY_WIDTH - config.LINE_X) // config.CELL_WIDTH
def aufbereitet(text):
"""Erwartungswert: Text so, wie er auf der Zeile landet.
Nutzt bewusst dieselbe Funktion wie der Treiber. Wie breit eine Zeile ist,
haengt seit config.CELL_NARROW davon ab, welche Zeichen darin stehen -- eine
zweite Nachbildung hier waere nur eine Fehlerquelle. Was der Wert *bedeutet*,
pruefen die Tests darunter mit eigenen Zusicherungen.
"""
return Display._aufbereiten(text)
class TestFesteTexte(unittest.TestCase):
@@ -174,8 +191,8 @@ class TestNurGeaenderteZellen(unittest.TestCase):
frames = self._neu()
# Loeschtelegramm + beide Zeilen vollstaendig
self.assertEqual(len(frames), 3)
self.assertEqual(len(zeile(frames, 0)), config.CHARS_PER_LINE)
self.assertEqual(len(zeile(frames, 1)), config.CHARS_PER_LINE)
self.assertEqual(len(zeile(frames, 0)), VOLLE_ZELLEN)
self.assertEqual(len(zeile(frames, 1)), VOLLE_ZELLEN)
def test_nach_clear_kein_rest_der_alten_anzeige(self):
"""clear muss den gemerkten Inhalt verwerfen.
@@ -211,7 +228,7 @@ class TestNurGeaenderteZellen(unittest.TestCase):
# Dieselbe Zeile noch einmal: muss vollstaendig geschrieben werden.
self.d.show_lines("18h36m57s", "+38°47'01\"")
self.assertEqual(len(zeile(self._neu(), 0)), config.CHARS_PER_LINE)
self.assertEqual(len(zeile(self._neu(), 0)), VOLLE_ZELLEN)
def test_gradzeichen_wird_nicht_staendig_neu_gesetzt(self):
"""Spart nicht nur Bytes: Jeder Zeichensatzwechsel beschaedigt (0,0)."""
@@ -221,6 +238,8 @@ class TestNurGeaenderteZellen(unittest.TestCase):
gesendet = b"".join(self._neu())
self.assertNotIn(b"\x1bz01", gesendet)
def test_neues_gradzeichen_zieht_die_oberste_zeile_nach(self):
"""Wird der Zeichensatz doch gewechselt, ist die Home-Zelle hin.
@@ -233,7 +252,66 @@ class TestNurGeaenderteZellen(unittest.TestCase):
frames = self._neu()
self.assertIn(b"\x1bz01", b"".join(frames)) # Wechsel fand statt
# Obere Zeile trotz unveraendertem Text komplett neu geschrieben.
self.assertEqual(len(zeile(frames, 0)), config.CHARS_PER_LINE)
self.assertEqual(len(zeile(frames, 0)), VOLLE_ZELLEN)
class TestSchmaleZeichen(unittest.TestCase):
"""Der Dezimalpunkt der Zehntelminuten braucht weniger als eine volle Zelle.
In der Sperrschrift stand "RA 18:37.1" sonst sehr luftig -- der Punkt belegt
6 px, obwohl er nur ein, zwei Pixel breit ist. 3 px am Geraet ausprobiert
(2026-07-27). Moeglich ist das nur, weil jedes Zeichen ohnehin einzeln
positioniert wird.
"""
def setUp(self):
self.t = FakeTransport(echo=False)
self.d = Display(self.t, response=True)
def _neu(self):
frames = self.t.frames[:]
self.t.frames.clear()
return frames
def test_punkt_bekommt_weniger_platz(self):
pos = Display._positionen("1.2")
self.assertEqual(pos[1] - pos[0], config.CELL_WIDTH) # vor dem Punkt
self.assertEqual(pos[2] - pos[1], config.CELL_NARROW["."]) # nach dem Punkt
def test_zeile_mit_punkt_wird_schmaler_und_bleibt_mittig(self):
def breite(positionen):
return positionen[-1] + config.CELL_WIDTH - positionen[0]
ohne = Display._positionen("RA 18:3701") # gleiche Laenge, kein Punkt
mit = Display._positionen("RA 18:37.1")
self.assertEqual(breite(ohne) - breite(mit),
config.CELL_WIDTH - config.CELL_NARROW["."])
# Weiterhin vollstaendig innerhalb der Anzeige.
self.assertGreaterEqual(mit[0], 0)
self.assertLessEqual(mit[-1] + config.CELL_WIDTH, config.DISPLAY_WIDTH)
def test_zehntel_wechsel_schreibt_weiter_nur_wenige_zellen(self):
"""Der Alltagsfall bei Niedrigpraezision -- das Nachfuehren muss greifen."""
self.d.show_lines("RA 18:37.1", "DE +38°47'")
self._neu()
self.d.show_lines("RA 18:37.2", "DE +38°47'")
frames = self._neu()
self.assertEqual(len(frames), 1) # DEC unveraendert
self.assertLessEqual(len(zellen(frames)), 2) # nur die Zehntelziffer
def test_strukturwechsel_schreibt_die_zeile_vollstaendig_neu(self):
"""Kommt ein Punkt dazu, sitzen alle folgenden Zellen woanders.
Ein Vergleich Zeichen fuer Zeichen waere dann sinnlos -- es muss alles
neu geschrieben werden.
"""
self.d.show_lines("RA 18:3701") # ohne Punkt: 10 volle Zellen
self._neu()
self.d.show_lines("RA 18:37.1") # mit Punkt: andere Positionen
gesetzt = zellen(self._neu())
# Alles neu -- und dank des schmalen Punktes passt sogar ein Zeichen mehr.
self.assertEqual(len(gesetzt), len(Display._aufbereiten("RA 18:37.1")))
self.assertGreater(len(gesetzt), VOLLE_ZELLEN)
class TestZeilenaufbau(unittest.TestCase):
@@ -252,18 +330,28 @@ class TestZeilenaufbau(unittest.TestCase):
nicht kennt (am Geraet aufgefallen).
"""
self.d.show_lines("AB", "CD")
self.assertEqual(zeile(self._alle(), 0), zentriert("AB"))
self.assertEqual(zeile(self._alle(), 1), zentriert("CD"))
self.assertEqual(zeile(self._alle(), 0), aufbereitet("AB"))
self.assertEqual(zeile(self._alle(), 1), aufbereitet("CD"))
# Es wird immer die volle Breite geschrieben, damit nichts stehen bleibt.
self.assertEqual(len(zeile(self._alle(), 0)), config.CHARS_PER_LINE)
self.assertEqual(len(zeile(self._alle(), 0)), VOLLE_ZELLEN)
def test_kuerzere_zeile_wird_mittig_gesetzt(self):
"""Zentriert heisst: links und rechts gleich viel Luft (Nutzerwunsch)."""
def test_kuerzere_zeile_steht_linksbuendig(self):
"""Nutzerwunsch 2026-07-27: beide Zeilen buendig untereinander.
Zentriert standen sie um wenige Pixel gegeneinander versetzt, weil die
RA-Zeile mit ihrem schmalen Dezimalpunkt kuerzer ist als die DEC-Zeile.
"""
self.d.show_lines("+38°47'") # 7 Zeichen in 10 Zellen
text = zeile(self._alle(), 0)
links = len(text) - len(text.lstrip())
rechts = len(text) - len(text.rstrip())
self.assertLessEqual(abs(links - rechts), 1)
self.assertEqual(text, "+38°47'" + " " * (VOLLE_ZELLEN - 7))
def test_beide_zeilen_beginnen_an_derselben_stelle(self):
"""Der eigentliche Punkt: RA und DE muessen buendig starten."""
self.d.show_lines("RA:18h37.1", "DE:+38°47'")
gesetzt = zellen(self._alle())
erste_oben = min(x for (x, y) in gesetzt if y == config.LINE_Y[0])
erste_unten = min(x for (x, y) in gesetzt if y == config.LINE_Y[1])
self.assertEqual(erste_oben, erste_unten)
def test_jedes_zeichen_sitzt_auf_seiner_zelle(self):
"""Der Auto-Vorschub der Sperrschrift ist 7 px und liesse nur 9 Zeichen
@@ -272,13 +360,13 @@ class TestZeilenaufbau(unittest.TestCase):
self.d.show_lines("0123456789")
gesetzt = zellen(self._alle())
y = config.LINE_Y[0]
for i in range(config.CHARS_PER_LINE):
for i in range(VOLLE_ZELLEN):
self.assertIn((config.LINE_X + i * config.CELL_WIDTH, y), gesetzt)
def test_zeile_passt_in_die_anzeigenbreite(self):
"""Auch die letzte Zelle darf nicht ueber den rechten Rand hinausragen --
sonst quittiert die Anzeige mit Fehlercode 4 (ausserhalb)."""
rechts = config.LINE_X + config.CHARS_PER_LINE * config.CELL_WIDTH
rechts = config.LINE_X + VOLLE_ZELLEN * config.CELL_WIDTH
self.assertLessEqual(rechts, config.DISPLAY_WIDTH)
self.assertGreaterEqual(config.LINE_X, 0)
@@ -287,18 +375,7 @@ class TestZeilenaufbau(unittest.TestCase):
beschaedigt die andere Zeile -- deshalb hart abschneiden."""
lang = "X" * (config.CHARS_PER_LINE + 5)
self.d.show_lines(lang)
self.assertEqual(zeile(self._alle(), 0), "X" * config.CHARS_PER_LINE)
def test_ohne_zentrierung_steht_der_text_links(self):
"""CENTER_LINES = False muss wieder linksbuendig setzen."""
alt = config.CENTER_LINES
try:
config.CENTER_LINES = False
self.d.show_lines("AB")
self.assertEqual(zeile(self._alle(), 0),
"AB" + " " * (config.CHARS_PER_LINE - 2))
finally:
config.CENTER_LINES = alt
self.assertEqual(zeile(self._alle(), 0), "X" * VOLLE_ZELLEN)
def test_oberste_zeile_wird_zuletzt_gezeichnet(self):
"""Schutz der Home-Zelle: ein Zeichensatzwechsel zerstoert (0,0),
+12 -6
View File
@@ -556,13 +556,17 @@ class TestEsp32GegenMock(unittest.TestCase):
self.assertIn("Selbsttest bestanden", text)
def test_main_once_zeigt_die_koordinaten(self):
self._run(self.run_esp32.main, fake_display=True, once=True)
"""Der Mock sendet 18:36:56; bei Niedrigpraezision (config-Vorgabe) wird
daraus die Zehntelform mit Beschriftung."""
self._run(self.run_esp32.main, fake_display=True, once=True,
with_mqtt=False)
text = "\n".join(self.log)
self.assertIn("18h36m56s", text) # RA, fuer die Anzeige formatiert
self.assertIn("+38", text) # DEC
self.assertIn("RA 18h36.9m", text)
self.assertIn("DE +38", text)
def test_main_once_baut_ein_gueltiges_telegramm(self):
hexdump = self._run(self.run_esp32.main, fake_display=True, once=True)
hexdump = self._run(self.run_esp32.main, fake_display=True, once=True,
with_mqtt=False)
self.assertIn("TX: 02 81 80 81", hexdump) # STX, DA, SA, FC
self.assertTrue(hexdump.strip().endswith("03")) # ETX
@@ -574,7 +578,8 @@ class TestEsp32GegenMock(unittest.TestCase):
self.mock.stop()
with contextlib.redirect_stdout(io.StringIO()) as out:
self.run_esp32.main(host="127.0.0.1", port=self.mock.port,
fake_display=True, once=True, log=self.log.append)
fake_display=True, once=True, with_mqtt=False,
log=self.log.append)
self.assertTrue(any("Montierung" in line for line in self.log))
# Die Hinweiszeilen stehen wirklich im Telegramm -- ohne den Text hier
# zu wiederholen, sonst bricht der Test bei jeder Umformulierung.
@@ -598,7 +603,8 @@ class TestEsp32GegenMock(unittest.TestCase):
import io
with contextlib.redirect_stdout(io.StringIO()):
self.run_esp32.main(host=self.mock.host, port=self.mock.port,
fake_display=True, once=True, log=self.log.append)
fake_display=True, once=True, with_mqtt=False,
log=self.log.append)
finally:
config.WIFI_TIMEOUT = orig
text = "\n".join(self.log)
+31 -8
View File
@@ -136,14 +136,38 @@ class TestKoordinaten(unittest.TestCase):
self.assertEqual(coords.format_dec("+45d12m30s", width=7, **hp), "+45°12'")
def test_formatierung_niedrigpraezision(self):
"""RA in Zehntelminuten -- so, wie die Montierung sie liefert.
Bis 2026-07-27 wurde hier in Sekunden umgerechnet (11h36m54s). Die
sprangen aber in 6-Sekunden-Schritten, weil die Rohdaten sie nicht
hergeben. Die Zehntelform ist ehrlicher und laesst mit sieben Zeichen
Platz fuer die Beschriftung "RA:".
"""
lp = dict(high_precision=False)
# RA: Zehntel-Minute (0.9 min) kommt als Sekunden (54 s) heraus
self.assertEqual(coords.format_ra("11:36.9", width=9, **lp), "11h36m54s")
# Breiteste passende Form: mit Minutenzeichen am Ende, sonst ohne.
self.assertEqual(coords.format_ra("11:36.9", width=9, **lp), "11h36.9m")
self.assertEqual(coords.format_ra("11:36.9", width=8, **lp), "11h36.9m")
self.assertEqual(coords.format_ra("11:36.9", width=7, **lp), "11h36.9")
self.assertEqual(coords.format_ra("11:36.9", width=6, **lp), "11h36m")
# DEC: ohne Sekunden
self.assertEqual(coords.format_dec("-00°55", width=9, **lp), "-00°55'")
self.assertEqual(coords.format_dec("-00°55", width=6, **lp), "-00:55")
def test_zehntelminuten_mit_uebertrag(self):
"""18:36:57 sind 36,95 Minuten -- das muss auf 18:37.0 aufgehen."""
lp = dict(high_precision=False, width=7)
self.assertEqual(coords.format_ra("18:36:57", **lp), "18h37.0")
self.assertEqual(coords.format_ra("18:36:00", **lp), "18h36.0")
self.assertEqual(coords.format_ra("18:36:54", **lp), "18h36.9")
# Auch ueber die Stunde und ueber Mitternacht hinweg.
self.assertEqual(coords.format_ra("18:59:58", **lp), "19h00.0")
self.assertEqual(coords.format_ra("23:59:58", **lp), "00h00.0")
def test_hochpraezision_behaelt_die_sekundenform(self):
hp = dict(high_precision=True, width=10)
self.assertEqual(coords.format_ra("18:36:56", **hp), "18h36m56s")
self.assertEqual(coords.format_dec("+38*47:01", **hp), "+38°47'01\"")
class TestDisplay(unittest.TestCase):
@@ -173,20 +197,19 @@ class TestDisplay(unittest.TestCase):
def zelle(i, y):
return b"\x1bC%03d%03d" % (config.LINE_X + i * config.CELL_WIDTH, y)
# "12:34:56" hat 8 Zeichen und wird in 10 Zellen mittig gesetzt (ab Zelle 1),
# "+45:12:30" hat 9 und beginnt daher schon bei Zelle 0.
self.assertIn(zelle(1, 0) + b"\x1f1", oben)
self.assertIn(zelle(2, 0) + b"\x1f2", oben)
# Linksbuendig (config.CENTER_LINES): beide Zeilen beginnen bei Zelle 0.
self.assertIn(zelle(0, 0) + b"\x1f1", oben)
self.assertIn(zelle(1, 0) + b"\x1f2", oben)
self.assertIn(zelle(0, 9) + b"\x1f+", unten)
def test_ohne_clear_kein_fill_aber_aufgefuellt(self):
"""Standard (clear=False): kein Vollbild-Loeschen, Zeilen auf volle Breite."""
from test_display import zeile, zentriert
from test_display import zeile, aufbereitet
t = FakeTransport(echo=False)
Display(t, response=True).show_lines("12:34:56", clear=False)
self.assertNotIn(b"\x1bF0", t.frames[0])
# auf CHARS_PER_LINE mit Leerzeichen aufgefuellt (mittig, siehe CENTER_LINES)
self.assertEqual(zeile(t.frames, 0), zentriert("12:34:56"))
self.assertEqual(zeile(t.frames, 0), aufbereitet("12:34:56"))
def test_gradzeichen_via_zeichensatz(self):
"""Gradzeichen wird durch kurzen Wechsel auf Zeichensatz 1 erzeugt."""
+2 -1
View File
@@ -398,7 +398,8 @@ class TestSchleifenanbindung(MqttTest):
self.client.fail_check = True
gezeigt = self._loop_einmal(self.bridge)
self.assertIsNotNone(gezeigt) # Anzeige wurde trotzdem bedient
self.assertEqual(gezeigt[0], "18h36m56s")
# Bei Niedrigpraezision (config-Vorgabe) die beschriftete Zehntelform.
self.assertEqual(gezeigt[0], "RA 18h36.9m")
if __name__ == "__main__":