Portierung auf den XIAO ESP32-C3 (MicroPython)

Die Kette laeuft auf dem Geraet gegen den Mock auf dem Mac. Getestet mit
MicroPython 1.28.0 (ESP32_GENERIC_C3): alle Module importieren, Telegrammbau
und Koordinaten-Formatierung sind byte-identisch zum Mac (inkl. Gradzeichen),
Poll-Schleife 22 Abfragen in 20 s ohne Aussetzer, Ausfall und Reconnect
verhalten sich wie vorgesehen. Offen bleibt allein die RS232-Strecke zur
Anzeige -- der Steckbrettaufbau mit MAX3232 fehlt noch.

Gemeinsamer Kern statt zweier Programme:
- displayloop.py: die Poll-Schleife, herausgeloest aus run_display. Mac und
  ESP32 fahren jetzt denselben Ablauf; drumherum liegt nur die Kommandozeile
  (run_display.py) bzw. das WLAN-Setup (run_esp32.py).
- ticks.py: Timeouts fuer beide Plattformen. time.ticks_ms() laeuft nach ~12
  Tagen ueber; das bisherige "jetzt + Timeout" haette eine Warteschleife
  danach tagelang haengen lassen. Jetzt ueber ticks_diff.
- wifi.py, run_esp32.py, wifi_config.py (gitignored, Vorlage dabei), deploy.sh.

Pinbelegung aus dem KiCad-Schaltplan uebernommen, nicht geraten: UART1 mit
TX=GPIO21 (Pad 7/D6) und RX=GPIO20 (Pad 8/D7) ueber den MAX3232, LDR an
GPIO2 (Pad 1/A0). UART0 bleibt die REPL.

LDR-Kennlinie ist auf der Platine umgekehrt: der Teiler lautet
3V3-[2k]-A0-[LDR]-GND, die Spannung faellt also mit steigender Helligkeit --
andersherum als beim MSP430, auf den die Schwellen zugeschnitten sind. Wird
im Code gespiegelt (config.LDR_INVERTED, brightness.raw_to_ldr). Die
Schwellen selbst muessen am realen Aufbau noch nachgemessen werden.

Am Geraet gefundene Fehler, die den Attrappen-Tests entgehen mussten, weil
CPython sie nicht hat:
- MicroPython kennt kein str.ljust (auch kein rjust/center/zfill).
  display._emit_line fuellt von Hand auf.
- NOLINK_LINES hatte 10 Zeichen bei 9 Zeichen Zeilenbreite und erschien als
  "MONTIERUN". Jetzt "KEIN LINK"/"TELESKOP".
Dagegen: TestMicropythonVertraeglichkeit prueft die deployten Dateien statisch
auf solche Methoden und auf modulweites argparse/threading und haelt die
Dateiliste mit deploy.sh synchron; test_display.py prueft die Breite fester
Anzeigetexte.

Weitere Portabilitaet: mount_client nutzt getaddrinfo und eine Sendeschleife
statt sendall (MicroPython laesst dessen Verhalten mit Timeout offen);
argparse in brightness wandert in die Funktion; migra._digits und die
Hex-Ausgabe verlassen sich nicht mehr auf %0*d bzw. bytes.hex(). Beides kann
1.28 zwar doch -- am Geraet nachgeprueft, die Kommentare sagen es jetzt richtig.

Widerspruch in der Dokumentation bereinigt: die Zeichenbreite stand an vier
Stellen als 9 oder 10. Gemessen sind 9; die Erklaerung duerfte sein, dass die
Sperrschrift 7 px pro Zelle braucht (9*7 = 63 von 64 px) und nicht 6, wie es
eine 5x7-Matrix mit 1 px Luecke waere. Nachgeprueft ist das nicht -- dafuer
gibt es jetzt "probe.py pitch", das den Auto-Vorschub gegen feste
Pixelabstaende stellt, statt am Umbruch abzuzaehlen.

mount_mock.py --lan bindet auf 0.0.0.0 und nennt die einzutragende LAN-IP,
damit der ESP32 den Mock erreicht.

92 Tests gruen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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2026-07-26 18:51:45 +02:00
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+221 -31
View File
@@ -3,10 +3,10 @@
Ansteuerung einer microSYST **migra SC/MC Seriell** LED-Großanzeige mit den
Koordinaten (Rektaszension / Deklination) einer 10Micron GM4000 HPS II.
Endziel ist ein XIAO ESP32-C3, der die Montierung per WLAN abfragt und die
Koordinaten über UART/RS232 auf die Anzeige schreibt. **Phase 1** (dieser Stand)
ist das Testprogramm auf dem Mac: Koordinaten von Hand übergeben, Ausgabe über
einen USB-RS232-Wandler.
Zielgerät ist ein XIAO ESP32-C3, der die Montierung per WLAN abfragt und die
Koordinaten über UART/RS232 auf die Anzeige schreibt. Entwickelt und getestet
wird auf dem Mac (Koordinaten von Hand bzw. von der Montierung, Ausgabe über
einen USB-RS232-Wandler); dieselben Module laufen auf dem ESP32.
## Benutzung
@@ -27,28 +27,49 @@ python3 mount_mock.py --move # Mock separat starten
# Helligkeit aus einem LDR-Wert setzen:
python3 brightness.py --ldr 1500 # LDR-Rohwert -> Stufe/Prozent -> senden
python3 -m unittest test_migra test_lx200 test_brightness # alle Tests
python3 -m unittest test_migra test_lx200 test_brightness test_display test_esp32
python3 probe.py ruler # Geometrie der Anzeige ausmessen
```
Einzige Abhängigkeit auf dem Mac ist `pyserial`.
Auf dem ESP32-C3 (siehe Abschnitt [ESP32-C3](#esp32-c3)):
```bash
cp wifi_config_example.py wifi_config.py # WLAN-Zugangsdaten eintragen
./deploy.sh # Dateien auf den ESP32 kopieren
mpremote repl # dann: import run_esp32
# run_esp32.main()
```
Einzige Abhängigkeit auf dem Mac ist `pyserial`, fürs Übertragen zusätzlich
`mpremote`. Auf dem ESP32 laufen die Module ohne jede Fremdbibliothek.
## Aufbau
| Datei | Zweck |
|---|---|
| `migra.py` | Protokoll: Telegrammrahmen, Prüfsumme, ESC-Sequenzen. Ohne Abhängigkeiten, **läuft unverändert unter MicroPython**. |
| `transport.py` | UART: `pyserial` (Mac), `machine.UART` (ESP32-C3), `FakeTransport` (Trockenlauf). |
| `display.py` | Treiber: Telegramm senden, Antwort auswerten. |
| `coords.py` | Koordinaten einlesen und auf die Zeilenbreite formatieren. |
| `config.py` | Port, Adresse, Geometrie, Helligkeit — alles an einer Stelle. |
| `show_coords.py` | Das Testprogramm (Koordinaten von Hand). |
| `brightness.py` | Helligkeitsregelung: LDR-Wert → Stufe/Prozent (portabel + CLI). |
| `run_display.py` | Hauptschleife Phase 2: Montierung pollen, anzeigen, Helligkeit regeln. |
| `mount_client.py` / `mount_mock.py` | TCP-Client zur GM4000 bzw. Simulator (LX200). |
| `lx200.py` | LX200-Kommandorahmen. |
| `probe.py` | Testmuster zum Ausmessen von Zeilenbreite und Zeilenposition. |
| `test_migra.py` / `test_lx200.py` / `test_brightness.py` | Tests. |
Alles, was auf beiden Plattformen läuft, ist bewusst abhängigkeitsfrei
gehalten. Was sich unterscheidet, steckt in `transport.py` (UART) und in den
beiden Startprogrammen.
| Datei | Zweck | ESP32 |
|---|---|---|
| `migra.py` | Protokoll: Telegrammrahmen, Prüfsumme, ESC-Sequenzen. | ✓ |
| `transport.py` | UART: `pyserial` (Mac), `machine.UART` (ESP32-C3), `FakeTransport` (Trockenlauf). | ✓ |
| `ticks.py` | Timeouts, die unter CPython und MicroPython gleich funktionieren. | ✓ |
| `display.py` | Treiber: Telegramm senden, Antwort auswerten. | ✓ |
| `coords.py` | Koordinaten einlesen und auf die Zeilenbreite formatieren. | ✓ |
| `config.py` | Port/Pins, Adresse, Geometrie, Helligkeit, WLAN — alles an einer Stelle. | ✓ |
| `displayloop.py` | Die Poll-Schleife: abfragen, formatieren, anzeigen, Fehler abfangen. | ✓ |
| `brightness.py` | Helligkeitsregelung: LDR-Wert → Stufe/Prozent. | ✓ |
| `mount_client.py` | TCP-Client zur GM4000 (LX200). | ✓ |
| `lx200.py` | LX200-Kommandorahmen. | ✓ |
| `wifi.py` | WLAN-Anbindung des ESP32 (verbinden, Verbindung halten). | ✓ |
| `run_esp32.py` | Startprogramm auf dem ESP32: WLAN, Anzeige, Schleife. | ✓ |
| `wifi_config.py` | WLAN-Zugangsdaten, **nicht im Git** (Vorlage `wifi_config_example.py`). | ✓ |
| `run_display.py` | Startprogramm auf dem Mac: dieselbe Schleife mit Kommandozeile. | |
| `show_coords.py` | Testprogramm (Koordinaten von Hand). | |
| `mount_mock.py` | Simulator der Montierung (LX200) fürs Testen ohne Teleskop. | |
| `probe.py` | Testmuster zum Ausmessen von Zeilenbreite und Zeilenposition. | |
| `deploy.sh` | Kopiert die ESP32-Dateien per `mpremote` auf das Gerät. | |
| `test_migra.py` / `test_lx200.py` / `test_brightness.py` / `test_display.py` / `test_esp32.py` | Tests. | |
## Protokoll (Kurzfassung)
@@ -91,14 +112,150 @@ Folgt auf eine ESC-Sequenz ein Online-Text, muss **`0x1F` als Trennzeichen**
dazwischen. Data-Unit max. 230 Zeichen. `migra.DataUnit` setzt das Trennzeichen
selbst.
## ESP32-C3
### Verdrahtung
Die Pins stammen aus dem Schaltplan (`Hardware/KiCad/Grossanzeige`) und stehen
in `config.py`. Am XIAO ESP32-C3 ist UART1 frei zuordenbar; UART0 bleibt für die
REPL-Konsole über USB reserviert.
| XIAO | GPIO | Netz | weiter zu |
|---|---|---|---|
| Pad 7 (D6) | 21 | TX | MAX3232 `T2IN``T2OUT` → J5.3 → Anzeige RxD (Sub-D Pin 2) |
| Pad 8 (D7) | 20 | RX | MAX3232 `R2OUT``R2IN` ← J5.2 ← Anzeige TxD (Sub-D Pin 3) |
| Pad 1 (D0/A0) | 2 | LDR | Spannungsteiler J2, siehe unten |
| Pad 12 | — | 3V3 | MAX3232 `VCC` |
| Pad 13 | — | GND | gemeinsame Masse |
Die Anzeige will RS232-Pegel, der ESP32-C3 kann nur TTL — der MAX3232 dazwischen
ist zwingend.
### Einrichten
MicroPython für den ESP32-C3 flashen (einmalig; Firmware von
[micropython.org/download/ESP32_GENERIC_C3](https://micropython.org/download/ESP32_GENERIC_C3/)):
```bash
pip install esptool mpremote
esptool.py --chip esp32c3 --port /dev/cu.usbmodem1101 erase_flash
esptool.py --chip esp32c3 --port /dev/cu.usbmodem1101 --baud 460800 \
write_flash -z 0x0 ESP32_GENERIC_C3-*.bin
```
Dann die Zugangsdaten anlegen und alles übertragen:
```bash
cp wifi_config_example.py wifi_config.py # SSID und Passwort eintragen
./deploy.sh # oder ./deploy.sh /dev/cu.usbmodem1101
```
`wifi_config.py` steht in `.gitignore` — das WLAN-Passwort gehört nicht ins
Repository.
### Starten
```bash
mpremote repl
>>> import run_esp32
>>> run_esp32.main() # ohne Helligkeitsregelung
>>> run_esp32.main(with_ldr=True) # mit LDR über den ADC
```
Bewusst **kein** `main.py`: MicroPython startet eine Datei dieses Namens nach
jedem Reset von selbst, und solange am Aufbau gearbeitet wird, ist der manuelle
Start angenehmer. Für den Dauerbetrieb in der Sternwarte reicht später eine
`main.py` mit den zwei Zeilen von oben.
### Was auf beiden Seiten gleich läuft
`displayloop.poll_loop` ist die gemeinsame Hauptschleife — Mac und ESP32 fahren
denselben Ablauf, drumherum liegt nur die Kommandozeile (`run_display.py`) bzw.
das WLAN-Setup (`run_esp32.py`). Fällt das WLAN aus, zeigt die Anzeige
`NOWIFI_LINES`, fällt die Montierung aus, `NOLINK_LINES`; in beiden Fällen läuft
die Schleife weiter und verbindet sich neu.
Stolpersteine, die beim Portieren aufgefallen sind und in den Tests
festgehalten sind (`test_esp32.py`, `test_display.py`):
- **MicroPython hat kein `str.ljust`** (auch kein `rjust`/`center`/`zfill`).
Das fiel erst am Gerät auf — auf dem Mac gibt es die Methode, alle Tests
waren grün. `display._emit_line` füllt jetzt von Hand auf.
`TestMicropythonVertraeglichkeit` sucht solche Aufrufe seitdem statisch.
- **`time.ticks_ms()` läuft nach ~12 Tagen über.** Ein einfaches
„jetzt + Timeout" ließe eine Warteschleife danach tagelang hängen. `ticks.py`
rechnet deshalb über `ticks_diff`, das den Überlauf richtig behandelt.
- **Der UART braucht denselben Puffer-Flush wie pyserial.** `UartTransport.write`
leert den Empfangspuffer vor jedem Senden, sonst sieht `read_response` alte
Störbytes statt der frischen Antwort.
- **Feste Anzeigetexte müssen in `CHARS_PER_LINE` passen.** `NOLINK_LINES` hieß
zuerst „MONTIERUNG" (10 Zeichen) und erschien als „MONTIERUN"; `_emit_line`
schneidet stillschweigend ab. `test_display.py` prüft die Breite jetzt.
Was MicroPython 1.28 entgegen der Erwartung **doch** kann (am Gerät nachgeprüft):
`%0*d` mit dynamischer Feldbreite, `%-11s`, `bytes.hex()`, `str.strip`/`lstrip`,
`str.isdigit`.
Ohne Hardware lässt sich der ESP32-Teil trotzdem weitgehend prüfen:
`test_esp32.py` hängt Attrappen für `machine` und `network` ein und fährt die
ganze Kette gegen einen echten Mock — UART-Transport, WLAN, ADC-Auswertung,
Zeitrechnung und die Poll-Schleife samt Ausfallverhalten.
### Gegen den Mock auf dem Mac testen
Solange die Montierung nicht erreichbar ist, spielt der Mock ihre Rolle. Er muss
dafür auf allen Schnittstellen lauschen, sonst kommt der ESP32 nicht heran:
```bash
python3 mount_mock.py --lan --move # gibt die IP aus, die einzutragen ist
```
Auf dem ESP32 dann:
```python
import run_esp32
run_esp32.selftest(host="192.168.178.26") # Bring-up prüfen
run_esp32.main(host="192.168.178.26", fake_display=True) # Dauerschleife
```
`selftest` geht die drei Stufen einzeln durch — WLAN, Montierung, Telegrammbau —
und sagt, an welcher es klemmt. `fake_display=True` schreibt die Telegramme nur
als Hex in die REPL, es braucht also weder Pegelwandler noch Anzeige.
Wenn keine Verbindung zustande kommt, obwohl der Mock lauscht: macOS fragt beim
ersten Mal, ob `python3` eingehende Verbindungen annehmen darf — das muss
erlaubt sein.
### Am Gerät bestätigt (2026-07-26)
XIAO ESP32-C3 mit MicroPython 1.28.0 (`ESP32_GENERIC_C3`), gegen den Mock auf dem
Mac:
- Alle zwölf Module importieren auf dem Gerät.
- Telegrammbau und Koordinaten-Formatierung sind **byte-identisch** zum Mac,
inklusive Gradzeichen über den Zeichensatzwechsel.
- WLAN verbindet sich, `selftest` geht durch alle drei Stufen.
- Die Poll-Schleife lief 20 s im Sekundentakt, 22 Abfragen ohne Aussetzer.
- **Ausfall und Erholung:** Mock gestoppt → „KEIN LINK / TELESKOP" erscheint, die
Schleife läuft weiter; Mock zurück → automatischer Reconnect, und der erste
Wiedereinstieg löscht einmal das Vollbild, sodass kein Rest stehen bleibt.
- UART1 öffnet auf GPIO21/20 mit 19200 8E1, sendet, und der Lese-Timeout greift
sauber (kein Hänger) — allerdings noch **ohne Gegenstelle**.
- ADC auf GPIO2 mit 11 dB Dämpfung liefert Werte.
## Offene Punkte
- **Echte Montierungs-IP:** In `config.py` steht `MOUNT_HOST` noch als Platzhalter.
Sobald die GM4000 im Netz erreichbar ist, dort die IP eintragen (Port 3490 ist
Vorgabe). Bis dahin läuft alles gegen den Mock (`run_display.py --mock`).
- Portierung auf den XIAO ESP32-C3 (MicroPython): `migra.py`, `lx200.py`,
`mount_client.py` sind bewusst abhängigkeitsfrei; nur `transport` (UART) und das
WLAN-Setup kommen hinzu.
- **RS232-Strecke zur Anzeige.** Als einziges Stück der Kette noch nicht am
ESP32 erprobt: Der Aufbau mit MAX3232 und Anzeige fehlt. Alles davor ist
bestätigt, die Telegramme stimmen byteweise — es geht nur noch um die Pegel.
- **LDR-Schwellen nachmessen.** Die Grenzen in `brightness.py` stammen vom alten
MSP430-Aufbau. Sobald der LDR am ESP32 hängt, die Rohwerte bei Tag und Nacht
ablesen und `HELL_LOW`/`HELL_HIGH`/`HELL_MAX` anpassen. Bis dahin läuft die
Anzeige mit fester Helligkeit (`run_esp32.main()` ohne `with_ldr`).
- **Netzwerk zur echten Montierung.** Die GM4000 steht in `192.168.1.115`, das
Heimnetz des ESP32 ist `192.168.178.x` — der Mac erreicht sie per VPN, der
ESP32 so nicht. Muss geklärt werden, bevor es an die echte Montierung geht.
- **Dauerbetrieb:** Autostart (`main.py`) und ein Watchdog fehlen noch bewusst.
## Gradzeichen
@@ -116,7 +273,28 @@ diese Zelle überschreibt.
## Geometrie und Darstellung
- **9 Zeichen pro Zeile** in Sperrschrift (`CHARSET_SPACED = True`, am Gerät
ausgemessen). `probe.py ruler` misst es nach.
ausgemessen 2026-07-15).
Das widerspricht der naheliegenden Rechnung: Die Anzeige ist 64 px breit, und
eine 5×7-Matrix mit 1 px Lücke wäre 6 px pro Zelle — das gäbe 10 Zeichen
(60 px). Die Erklärung ist vermutlich, dass die Sperrschrift eben sperrt:
bei 2 px Lücke sind es 7 px pro Zelle und damit 9 Zeichen (63 von 64 px).
Dazu passt auch die Beobachtung, dass die *proportionale* Schrift `ESC Z`
rund 11 Zeichen schafft (≈ 5,8 px/Zelle).
**Nachgeprüft ist das nicht.** `probe.py pitch` entscheidet es direkt, statt
am Umbruch abzuzählen: Es schreibt zehn Ziffern einmal mit dem Auto-Vorschub
der Anzeige und einmal auf feste Pixelpositionen `x = i·cell`. Ein Unterschied
von 1 px summiert sich über zehn Zeichen auf 9 px und ist unübersehbar.
```bash
python3 probe.py pitch 6 # stehen beide Zeilen untereinander -> 10 Zeichen
python3 probe.py pitch 7 # ... -> 9 Zeichen
```
Sollten es doch 6 px sein, passt die Deklination mit abschließendem `"` in
voller Form (`+38°47'01"`, 10 Zeichen) — `coords.format_dec` wählt sie dann
von selbst, es genügt `CHARS_PER_LINE = 10`.
- Die Deklination wird deshalb als **9-Zeichen-Form ohne abschließendes `"`**
ausgegeben (`+38°47'01`) — Gradzeichen und Bogenminuten bleiben, die Bogensekunden
stehen als Ziffern da. `coords.format_dec` wählt automatisch die breiteste Form,
@@ -168,9 +346,19 @@ stammen aus dem alten Code**; die obere Grenze `HELL_MAX = 3500` für 100 % ist
reale LDR-Wertebereich feststeht. Ein Helligkeitstelegramm wird nur bei
**Stufenwechsel** gesendet (`ESC H 2 <ppp>`), wie im Original.
Der LDR-Wert kommt derzeit per Kommandozeile (`--ldr`); auf dem ESP32-C3 liefert
ihn später der ADC. `run_display.py --ldr <wert>` bindet die Regelung in die
Hauptschleife ein (`BrightnessController`).
Auf dem Mac kommt der LDR-Wert per Kommandozeile (`run_display.py --ldr <wert>`),
auf dem ESP32-C3 vom ADC an GPIO2 (`run_esp32.main(with_ldr=True)`).
**Die Kennlinie ist auf der Platine umgekehrt.** Der Teiler lautet
`3V3 —[R2 2k]— A0 —[LDR]— GND`; der LDR wird bei mehr Licht niederohmiger, die
Spannung an A0 sinkt also mit steigender Helligkeit — genau andersherum als beim
alten MSP430-Aufbau, auf den die Schwellen oben zugeschnitten sind. Der Rohwert
wird deshalb gespiegelt: `config.LDR_INVERTED = True`, angewendet in
`brightness.raw_to_ldr`. Wer die Hardware lieber umbaut (LDR nach 3V3, R2 nach
GND), setzt das Flag auf `False`.
Die Schwellen selbst sind noch die alten und **müssen am realen Aufbau
nachgemessen werden**, siehe Offene Punkte.
## Antwortleitung (RX)
@@ -196,6 +384,8 @@ gegeneinander (verschliffener ~3-V-Pegel am Oszi). `loopback.py` grenzt so etwas
inkl. echtem Gradzeichen; im `run_display`-Betrieb aktualisieren beide Zeilen
laufend, sauber und ohne Flimmern, mit Antwort-Handshake der Anzeige. Protokoll,
19200 8E1, Zeichensatz und Zeilengeometrie stimmen.
- Schrift: Sperrschrift (`ESC z`, `CHARSET_SPACED = True`), 10 Zeichen/Zeile.
- Schrift: Sperrschrift (`ESC z`, `CHARSET_SPACED = True`), 9 Zeichen/Zeile.
(Hier stand ursprünglich „10 Zeichen/Zeile" — das war die Annahme vor der
Messung vom 15.07., siehe *Geometrie und Darstellung*.)
Die schmale `1` wirkt dadurch etwas luftig — Font-Eigenschaft, nur per eigenem
Font (microSYST-PC-Software) änderbar.